Das Stillbänkli, zweiter Teil

Jaaa… ähhhm…
Das Stillen soll in der Öffentlichkeit präsent sein. Soll auch draussen stattfinden.
Frauen sollen ermuntert werden, in der Öffentlichkeit stillen. Daher auch die Bank am stark frequentierten Lindli.

So die Antwort der Fachfrau Rahel Oberholzer, warum Schaffhausen ein Stillbänkli braucht. Was beweist, dass ich mit meiner These (siehe Blog) nicht falsch liege.

Eine weitere Frage ist beantwortet, auch Männer, ausgestattet mit Schoppen und hungrigem Kind, dürfen diese Sitzgelegenheit nutzen.

Auf den Einwand der Moderatorin, ob nicht die Angst bestünde, dass Schaulustige angezogen werden – mir scheint bald, mein Blog wurde gelesen – entgegnet Frau Oberholzer; Eine stillende Mutter in der Öffentlichkeit sei nichts seltenes, zudem könne so gestillt werden, dass der Aussenstehende nichts mitkriegt.

Ja was denn nun? Soll das Stillen in der Öffentlichkeit präsent sein, oder soll man nichts mitkriegen? Soll ich nun gucken oder ignorieren?
Entscheidet euch!

Weiter im Text, Kontraversen über Kontraversen. Vor 16 Jahren wurde öffentlich gestillt, woran niemand anstoss nahm, erklärt Frau Oberholzer, aus den eigenen Erinnerungen schöpfend.
Da die Still-Liga das öffentliche Stillen in den Vordergrund zerrte, wurde es plötzlich zum Thema und die jungen Frauen seien nun gehemmt, selbiges zu praktizieren. Um diese Hemmungen abzubauen, benötigt man nun Stillbänkchen, Stillanlässe und Öffentlichkeitsarbeit.
Einfach ausgedrückt; Man gründet einen Verein, stigmatisiert das unschuldige, stillschweigende Verpflegen eines Säuglings in der Öffentlichkeit, und macht sich hernach daran, den eigenst geschaffenen Missstand wieder zu bekämpfen.

Mal ehrlich, hättet doch besser mit Stricken begonnen.

Passenten werden zum öffentlichen Stillen befragt. Es stört niemanden. Ein Thema, welches eigentlich kein Thema ist. Zudem, „man könne es auch gedeckt getarnt vollziehen“.
In diesem Zug bringt Frau Oberholzer Stillumhänge zur Sprache. Und verteufelt sie auch gleich wieder. Wir essen ja auch nicht gerne mit einem Leinentuch über dem Kopf.
Ich weiss es nicht, da ich es noch nie versucht habe.
Allerdings scheint mir der Vergleich auch etwas an den Haaren herbei gezogen. Schliesslich sehe ich auch nur sehr wenig Erwachsene, welche Kartoffelstock und Möhrenbrei mit den Fingern essen.

Jeder kann Stillberater werden.
Die Voraussetzung ist, dass man gestillt haben muss.
Mooooment, ich fühle mich gerade diskriminiert. Sehr diskriminiert. Gerade als Mann möchte ich mich mit dem Stillen auseinandersetzen. Es reicht schon, dass der Mann ständig hören muss, er würde an den Wehen krepieren und wenn nicht, spätestens bei der Geburt. Es wird nie jemand wiederlegen können.
Aber gerade hier könnte der Mann sich doch einbringen.

Doch nun genug vorgegriffen; Film ab!

 

Über RAB

Ein Schreiberling mit nüchternem Blick auf das Leben, beim Versuch, selbiges aus satirischer Sicht etwas angenehmer zu bewältigen.
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