Feminismus als Untergang der menschlichen Spezies, oder meine Arschbombe in die Nesseln

Dem Zerwürfnis zweier Menschen kann vielerlei Vorschub leisten, doch muss man allen menschlichen Makeln auch noch künstliche erschaffene, jeglicher Vernunft entbehrenden Probleme nachschieben?

Der Feminismus ist der Kommunismus der Frauen, die unter der Tatsache ungleich verteilter Schönheit leiden.

An diesem Satz stört mich lediglich, dass er nicht meinen Gedanken entsprungen ist, Roger Köppel ist der sinnige Geist.
Der Feminismus, abgesehen davon, dass er das Leben als solches ungemein verkompliziert, wird zum Exzess getrieben, der Untergang unserer Spezies sein. Es ist, so sehr die Frau von heute dies verurteilt, nun einmal eine biologische in unserer DNA verankerte Notwendigkeit, das für die Weiterexistenz zwei Geschlechter benötigt werden. Der Akt ist die biologische Notwendigkeit, die Magie, welche dazu führt, der Zauber der Verbindung. Ein Zauber, welcher zu Grabe getragen wird, da sich die Menschen, getrieben von der stetigen Beweisführung der Unabhängigkeit, nicht mehr einander hingeben können.

Wenn ich mich umschaue scheint sich, mal ausgehend von der Gründung der Labour Party bis heute, die Emanzipation der Frau auf der Zielgeraden zu befinden.
Die Ablehnung gegen eine aufgehaltene Tür oder einer getragenen Sporttasche ist nur die Spitze des Eisbergs, des implementierten Unabhängigkeitsgedanken der neuen Generation. Während die Generation Schwarzer, eine faszinierende Frau, sich bei der Annahme solcher Aufmerksamkeiten erst darauf besinnen musste, dass dies als herablassende Geste empfunden werden könnte, sind deren Nachkommen bereits soweit geschult, dass die Ablehnung gegenüber solchem Tun eine intuitive Reaktion ist, ähnlich dem reflexartigen Zurückspringen vor einem heranrasenden Auto, obwohl man noch nie von einem solchen überrollt wurde.

Was erwartet uns mit der nächsten Generation, jetzt, da wohl noch Nachkommen gezüchtet werden, aber das klassische Familienbild dank der Unabhängigkeit der Frau jedoch keine existenzielle Notwendigkeit mehr, bestenfalls ein Relikt in den Geschichtsbüchern ist.
Es ist eine beidseitige Entwicklung, wobei mir der Gedanke der Kausalität näher liegt, da der Mann die Reaktion verkörpert. Aus dem Leben gegriffen darf ich wiedergeben, dass gerade bei jungen und erstmaligen Müttern das Mitwirken der Männer im gemeinsamen Haushalt vermisst wird. Ein faux-pass der Feministinnen. Es gibt Juristinnen für Frauenrecht, Meldestellen für unterdrückte Frauen und Tupperwarepartys zum Austausch von der Unzulänglichkeiten des Ernährers in den eigenen vier Wänden. Was fehlt sind Abendkurse für die Integration des Mannes in den modernen Haushalt. Die vielzitierte und heute oft vermisste Kinderstube gibt uns erste Regeln des angenehmen und geordneten Miteinander, der Umgang des Menschen mit den Menschen. Der Fehler in dieser überlieferten Verhaltensregel begründet darin, dass der Mann als Ernährer des Tages in der Salzmine schuftete, des Abends die Zeitung las und Pfeife rauchte und Ende Monat die Lohntüte nach Hause brachte. Die fürsorgende Mutter spielte mit den Kindern, ernährte sie, spendete Trost, brachte sich in spielerischen Aspekten ein, besorgte die Wäsche und erledigte den Haushalt.
Mit dieser Vorstellung von geregelter Arbeitsteilung wuchs der Mann, wie auch Frau, auf, es funktionierte, welch, oberfläch betrachtet, widere Aspekte, nicht zuletzt die gegenseitige Abhängigkeit, dieses System auch stützte.
Nun findet sich der Mann mit der Vorbereitungszeit von neun Monaten in der Rolle, welche einst sein Vater inne hatte und zieht damit den Unmut der Frau auf sich. Der Gender-Mainstream brachte es mit sich, dass der Mann die Möglichkeit erhalten sollte, unabhängig seines beruflichen Engagement, sich im Haushalt zu entfalten um seinerseits der Frau die Möglichkeit zu bieten, dank der neugewonnene Freiheit gen neue Ufer aufzubrechen, flügge zu werden, sich neu zu definieren.
Der Fehler lag darin, dass dieser Eingriff in die bewährte Praxis auf weiblicher Ebene zur Umsetzung frei gegeben wurde, jedoch niemand dem Mann die neue Rolle erklärt hatte.

Man kann Traditionen brechen, Gepflogenheiten ausmerzen, am System rütteln, doch eines bleibt bestehen. Die Naturgesetze. Und die besagen, dass eine Medaille zwei Seiten hat.
Ich möchte nicht sagen, dass der Mann dadurch befreit wird, dass er um das zu wählende Waschprogramm für bunte Hemden Bescheid weiss. Auch wenn uns Jamie Oliver zeigt, wie der Kochlöffel zu schwingen sei und lehrt, Gefallen an dieser Tätigkeit zu finden, resultiert darin noch nicht, eine völlig unabhängige Kreatur zu sein. Interessiert sich der Mann für Staubsauger und lässt sich von den Möglichkeiten faszinieren, belustigt dies eine Frau bestenfalls. Denn, obwohl Jahre der patriarchalischen Prägung radiert und neu geschrieben werden, ist es für die Frau unvorstellbar, dass der Mann, obwohl sie sich vehement gegen das klischeebehaftete Rollenbild wehrt, ihr bezüglich Waschmaschine, kochen und reinigen, jemals auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte. Man wirft den Vogel in die Luft, als dass er, dem ursprünglichen Wunsch entsprechend, fliegen möge, hält jedoch daran, dass er unweigerlich zu Boden klatschen muss, ignorierend der Tatsache, er schon längst majestetische Kreise zieht.

Das Problem begründet jedoch nicht darin, dass der Mann seine Hemden waschen und Ravioli zubereiten kann.
Die menschliche Psyche lebt vom Gefühl der Bestätigung. Gebraucht zu werden liefert den positiven Aspekt der Wertschätzung, ein Antrieb sich einzubringen, in jeglichen Bereichen des Lebens, vom Fussballspiel bis zur beruflichen Entwicklung.
Wird dem Menschen das Gefühl genommen, ein wertvoller Teil einer Symbiose zu sein, raubt man ihm die Existenz, er versteht sich bestenfalls als mitgetragener Ballast. Steter Tropfen hölt den Stein, das beständige Streben der Frau, dem Mann ihre unbedingte Unabhängigkeit zu beweisen, kann nur im Supergau enden. Die Koffer werden gepackt. Zugeschnürt mit der Akzeptanz, dass man in dieser Verbindung, enthoben jeglicher tragender Rolle keinen Nutzen mehr hat, oder mit dem letzten Mittel, dem Manne zu beweisen, ohne sein zutun besser agieren zu können und ihn aus der Konstellation zu verbannen. Die tierische Neigung den Partner nach dem Zeugungsakt zu verspeisen, erscheint einem hinsichtlich des menschlichen Psychokrieg direkt als humane Aktion.

Es ist ein physikalisches Gesetz, dass der Pfeil vor dem Abschuss über das Ziel gerichtet werden muss, daher strebt die Emanzipation der Frau nicht eine Gleichberechtigung, sondern eine Ablösung von der Tyrannei des Mannes an. Wenn der Gedanke der Gleichberechtigung noch so lobens und erstrebenswert erscheinen mag, geht verloren, dass der Mann nicht ein hölzerner Stock mit Federschaft, sondern ein agierendes Individum ist.

Erst war das Befremden, gegenüber der aufbäumenden Frau, von dieser als Abwehrhaltung verstanden, was sie noch mehr anstachelte. Gefolgt von einer gewissen verständnislosen Akzeptanz, die Bewegung erfuhr erste Bestätigung, Oberwasser, wie man im Volksmund sagt. Die vermeintliche Resignation, es schickt sich nicht mehr gegen Frauenquoten zu wettern und die konservative Familie zu loben, wird als Etappensieg verstanden und wir wissen was Menschen mit Macht wollen. Noch mehr Macht.

Dieses Schiff bewegt sich schon in gefährlichen Gewässern, die Sache läuft zunehmends aus dem Ruder.
Der Mann findet sich mit der neuen Situation ab, wird man im Beruf von einer Maschine ersetzt, stemmt man sich nicht um das Gefühl der persönlichen Notwendigkeit dagegen. Während die Frau noch immer mit jeder Faser ihres Körpers ihre Unabhängigkeit mitteilen möchte, jede Dankbarkeit eines Mannes Aktion gegenüber nur als Eingeständnis an die eigene Unzulänglichkeit verstehen kann, hat der Mann sich damit abgefunden, im Rollenspiel der Familie bestenfalls als Samenspender und Bankomat Verwendung zu finden und so er die Füsse schön still hält, allenfalls um des klassischen Familienbildes willen geduldet zu werden, obwohl auch dies der Veränderung unterworfen ist. Die Rolle des Portiers, während schon längst eine elektrische Schiebetür seine Arbeit verrichtet, eine Tätigkeit entbehrend jeglicher Befriedigung, von zehn Sekunden Augenrollen abgesehen.

Wollte, oder will, die Frau wirklich an dieses Ziel?
Wissentlich, dass ein Werben um die Dame lediglich dem verbliebenen Urtrieb, sich eines Samenstaus zu entledigen entspringt?
Die Befreiung aus einem eingebildeten Käfig, führte dazu, dass der Zauber der verbundenen Menschen einer sachlichen Ernüchterung wich. Die Magie verliert ihre Faszination, so man bemerkt, dass das Kaninchen stets in dem Hut sass und man sitzt in einer überteuerten Show von billigen Taschenspielertricks.

Bisweilen verfluche ich die Tatsache, dass ich hinter Vorhänge sehen und Erklärungen konstruieren muss, statt einfach blind durch das Leben zu tappsen.

Über RAB

Ein Schreiberling mit nüchternem Blick auf das Leben, beim Versuch, selbiges aus satirischer Sicht etwas angenehmer zu bewältigen.
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