Selig der, dessen Träume nie in Erfüllung gehen

Und ein Blick genügte. Es hätte sich die Hölle auftun können, Wege geflutet, Welten getrennt; Keine Macht dieser Erde hätte mich zu bremsen vermögen, solange nur mein Auge diesen Punkt, diesen Schein, diese Offenbarung zu fassen vermögte. Schritt um Schritt entgegen.
Keine Welten trennten sich, kein Durchwaten gefluteter Wege und kein Strom fliessendes Feuer wollte meinen Schritt hemmen. Der Wald schwand, dem Überschreiten einer Lichtung gleich; Zu leicht war der Gang, der Weg nahezu geebnet, zu sehr wurde ich getragen, dass der Schein nur Traum sein konnte. Zu trügerisch die Idylle; Das Ignorieren der düsteren Ahnung zu leicht, der Anblick dieses Antlitz hat alles zu verachten und vergessen mögen.
Ein Aufprall.
Was Welten, Zeit und Wälle nicht vermochten hätten; Kein Vergleich zur Gewalt dieses Schwures. Die Macht eines Ringes zog den Kreis, den Bann, den Schutz und kein Muskel, noch Schwert und Wagemut würde ihn durchbrechen können.
Verpflichtet dem Herren, welcher gesegnet dieses Versprechen bin ich gebunden, zu respektieren. Segen, es verleiht die Stärke zu trotzen und Fluch, die Begierde lässt verbrennen, so ist es mehr als eine Prüfung, denn das Geschick ist bestimmt und zum Bestehen keine Alternative geboten.
Doch wurde gestattet, zu bleiben an dem Kreis; Mit Blick auf das Schönste, gefesselt; So leicht der Weg zurück wäre, so könnte er auch durch eine Schlangengrube führen, es wäre einerlei denn ihn zu beschreiten hindert weder Furcht noch lockt Versuchung, keinerlei Gesang der Sirenen vermag der Verheissung genug Gehalt zu verleihen.
Zu Asche verfällt was hinter einem und der Blick streift über leeren Raum, so er diesen einen Punkt verlässt.
Doch liegt er auf dieser Offenbarung, der Boden entgleitet, doch wird man getragen; Was kann man schöner leben als den Traum. Der Reiz welcher nie endet, der Wunsch nie die Erfüllung erfährt vermag stets zu wachsen und erfährt nie Vernichtung durch die Gewalt des Leben. Nicht die Wahl als Herausforderung, doch die Bestimmung, durch Verzehrung zu gleiten als durch Aufprall zu zerschellen.
Keine Illusion wird zerstört, die Fantasie spielt die Musik und sie klingt schön, denn es ist meine Melodie die klingt solange ich träume; Niemand sonst vermag sie zu spielen und solange ich gebannt durch diesen Kreis, kenne ich nur diese Töne und nichts könnte mich zweifeln lassen. Solange ich gebannt durch diesen Kreis, setzt jeder Moment des Entsagen eine neue Note, in der Herrlichkeit die Vorgehende zu überspielen.
Kopf schüttelnd stehen die Narren, denn sie können mein Lied nicht hören; Arm sind die Narren, denn sie würden die Töne nicht verstehen und verloren sind die Narren; Der Versuchung hingebend sei es ihnen verwehrt eine Melodie zu spielen und den Traum zu geniessen.
Ich verurteile sie nicht, mich dauern sie; Und ich gebe mich, dankbar dass mein Aufenthalt geduldet, weiter hin.

Über RAB

Ein Schreiberling mit nüchternem Blick auf das Leben, beim Versuch, selbiges aus satirischer Sicht etwas angenehmer zu bewältigen.
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