Titelklau

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Das will ich werden, Staatsangestellter

Natürlich würde ich nie behaupten sie seien faul.
Sie haben es einfach nicht nötig zu arbeiten.

Von Zeit zu Zeit werden meine Dienste in einem öffentlichen Gebäude verlangt.
Dazu, wie man bei solchen Aufträgen zum Handkuss kommt, gibt es leider kein Patentrezept, sprich; Um auf Nummer sicher zu gehen, muss man einfach Zucker in jede Kimme pusten. Sie wissen und erwarten das, von der Putze bis zum Rektor.

Die Hauswarte, stets in mindestens Zweierteams unterwegs. Dabei einen Handwagen, der eine zieht, der andere hält Türen auf. Würde natürlich auch alleine gehen, aber wäre viel zu mühsam. Fahren wir also in die Tiefgarage und wollen mit Schwung auf einen Besucherparkplatz fahren. Für wen die markierten Parkfelder effektiv gedacht sind ist schwierig zu erkennen, denn Besucher welche widerrechtlich die Besucherparkplätze nutzen, müssen damit rechnen, dass ihr Fahrzeug abgeschleppt wird. Stelle ich mir unterhaltsam vor, einen Firmenwagen, welcher aufgrund der Dachaufbauten keine fünf Zentimeter angehoben werden kann in einem Parkhaus abzuschleppen. Nichts desto trotz traue ich dies den Ordnungshütern zu, gehen die Aufwendungen doch zu Lasten des Autolenkers, da kann man sich bei der Ausübung der ordentlichen Pflicht am Steuerzahler Zeit lassen.
Kann man sich nicht als Besucher deklarieren, stehen auch fünf Parkfelder mit Parkuhr zur Verfügung, welche ohne Sondergenehmigung ebenfalls nicht genutzt werden dürfen.
Ich bin aufrichtig erstaunt, dass ich für eine Nase voll Luft keine fünfzig Rappen löhnen muss und die Eingangstür ohne vorgängiges Antragsformular durchschritten werden darf.

Wollen wir also mit Schwung und der Sprinkleranlage am Dachständer durch das Parkauhaus flitzen, als wir von einem kleinen Handwagen ausgebremst wurden. Eine stählerne Konstruktion mit einer Ladepritsche aus Holzplanken und unglaublich dicken Reifen. Vorne ein kleiner Mann der zieht, hinten ein wesentlich breiterer Kerl der nachtrottet und würde die Tiefgarage nur eine handbreit Gefälle aufweisen, hätte sich der Zugmensch gnadenlos selbst überfahren und der nachtrottende Herr wäre seines Ziels beraubt in die nächste Wand gelaufen.
Hupen möchte man nicht, erinnert an den Zucker welcher in den Allerwertesten zu blasen wäre, also tuckert man hinterher. Dies ist gar nicht so einfach, den Wagen im Standgas rollen zu lassen hätte unweigerlich zu einer hässlichen Handwagen-Hausmeister-Pampe im linken Radkasten geführt, so kann man nur mit geschicktem Spiel mit der Kupplung dem Gespann folgen. Selbstverständlich gedenkt das Gespann am Wagen mit den überdimensionierten Reifen keinen Zoll vom gewohnten Weg abzuweichen, keine Unruhe in den Alltag zu bringen.
Um den Wagen mit den grossen Reifen noch ein letztes Mal zu erwähnen; Wir nutzten ihn auch schon. Natürlich etwas dynamischer und wir testeten im Zuge der speditiven Arbeit, bei welcher Geschwindigkeit die Zweitperson aus dem Lauf auf den Wagen aufspringen kann, ohne dass einem die Beine unterm Allerwertesten weggezogen wurden. Zudem überlegten wir denn neckischen kleinen Minitraktor in der Garage als Zugmaschine vorzuspannen, die Vernunft siegte dann doch über den Spieltrieb.
Auch widersetzten wir uns allen Befehlen und nutzten den Fahrstuhl, natürlich mit dem Wagen mit den grossen Reifen, welcher entweder sanft, oder dann mit viel Elan und Getöse in den Aufzug befördert werden konnte.
Heute sahen wir, dass der Aufzug in Revision war.

Kaum zu glauben, aber wir schafften es mit leicht riechender Kupplung und einen gefühlten Sommerurlaub später, den Besucherparkplatz in Beschlag zu nehmen.
Aufgrund des defekten Aufzugs war der Hausmeistergehilfe genötigt die Treppe zu nehmen. Mit sichtbarem Widerwillen und nur die erhöhte Anstrengung hinderte ihn wohl daran, eine Fluchtirade zu Handen der Firma Schindler oder Aufzüge AG gegen die Decke zu senden.
Habt ihr schon einmal ein kleines Kind beim Treppen steigen beobachtet? So sie kindergartenpflichtigen Nachwuchs im Quartier Herblingen haben gewiss noch nicht, aber bei allen anderen geht dies in etwa so von Statten.
Einen Fuss auf die Stufe, sich am Geländer festhaltend den zweiten daneben setzend und danach die Prozedur wiederholen. Diese Technik hätte der Gehilfe nie zu verbessern suchen sollen. Oder, nicht ganz auszuschliessen, vielleicht erlernte er dank der Aufzugsrevision diese Möglichkeit der Bewältungung von etagenbedingten Höhenunterschieden aufs Neue.
Bei jeder zweiten Stufe hängte er mit der Zehenspitze am Rand der folgenden Stufe ein und nur der Trägheit seiner Bewegung war es zu verdanken, dass er nicht der Länge nach hinschlug.
Wir bemühten uns, ihn schnell zu überholen um den armen Kerl nicht unter Druck zu setzen.

Ab ins Sekretariat in welchem sich drei Herren, ebensoviele Damen und ein Auszubildender vorwiegend selbst zu verwalten scheinen. Obwohl die Auslastung gnadenlos zu sein scheint; Wurde doch unser Anliegen einen gewissen Herrn Pipifatz telefonisch zu kontaktieren gleich über zwei Angestellte zum Azubi delegiert, welcher das prompt erledigte. Ich versichere, wir mussten keine zehn Minuten warten und nur vier Formulare ausfüllen. Somit sind stiftförmige Schreibgeräte auch ein vielgebrauchter Artikel, stets werden die Räumlichkeiten aufgesucht und einer der schlecht bezahlten PH-Absolventen tauschte einen leeren Schreiber gegen einen fabrikneuen Stift.
Wie ich als Fünftklässker jeweils mit den Tintenpatronen, mit dem Unterschied, dass wir wirklich kein Geld hatten.

Arbeiten ohne Leistungsdruck muss angenehm sein. Die Herren und Damen brauchen sich nicht zu überlegen, habe ich heute genug umgesetzt, habe ich meinen Lohn erwirtschaftet, bin ich mein Geld wert und woher kommt mein Lohn eigentlich.
Sie werden für ihre Präsenz bezahlt und diese Zeiten nehmen sie sehr genau.Während der Präsenz wird auch fleissig Kaffee getrunken, stets ist auf einem kleinen Beistelltischchen Kuchen adrett angerichtet und alles in allem ist die Atmosphäre sehr gelöst, man wägt sich am Kaffeekränzchen von Tante Frieda. So jemand nicht an seinem Tisch sitzt, ist er gewiss in einer Sitzung. Staatsangestellte fällen ungern Entscheidungen, aber dafür sitzen sie umso lieber.
Für das Verschieben von zwei Ablagefächer beruft man drei ordentliche Sitzungen ein, sowie eine ausserordentliche, falls festgestellt wird, dass sich an der Beschriftung die linke Ecke löst und der Einsatz eines Brother P-Touch in Erwägung zu ziehen wäre.
Zeit ist eben nicht Geld, sondern das Ding, welches es zwischen acht und fünf totzuschlagen gilt.

Fünf vor fünf werden wir gefragt, wie lange wir noch arbeiten würden.
Es ist einer der Vorteile in öffentlichen Gebäuden, zu regulärem Arbeitsschluss wird man gewissermassen mit verbalen Tritten ins Gesäss herausbefördert.
Hier allerdings nicht, wir erhielten genaue Instruktionen, wie das Gebäude schliesstechnich korrekt zu verlassen wäre und um 16:58 wurde das Licht gelöscht, das Büro leergeräumt und die Schreibtische sahen aus, als hätte ein dänisches Bettenlager, pardon, ein schwedisches Möbelhaus eben angeliefert.
Wobei ich bezweifle, dass IKEA der Erstausstatter sei; So man keine Ahnung hat, woher das Geld kommt und man nicht im Schweisse seines Angesichts dem Versiegen der Quelle entgegenhalten muss, neigt man dazu, den Wert des selbigen zu vergessen.

Im Zuge der Besichtigung von sinnlos besetzten Stellen, besuchten wir noch den IT-Verantwortlichen des Betriebs.
Seine ganz grosse Begabung liegt im Delegieren. So es sich nicht um Materialbeschaffung in Onlineshops dreht, ist er ein grosser Meister im Verteilen der Aufgaben. Es ist ganz gewiss eine angenehme Art zu arbeiten, aber in der Privatwirtschaft würde man sich zwangsläufig Fragen, wie der Herr seinen Verdienst zu Ende des Monats rechtfertigt.
Daneben erdreistet er sich gerne über die Sparmassnahmen des Kantons und demonstriert mir anhand eines staatlich bezahlten, nicht seinen hohen Ansprüchen gerecht werdenden Schlüsselanhängers die Knausrigkeit des Steuergelderverwalters.
Wohl nicht zum ersten Mal, so zielstrebig er diesen aus der vierten Schublade zu seiner linken gezogen hatte. Ein solch schäbiges Ding sei eine Schande für seinen gechippten, Hightech-Passepartout, mit welchem er alle Türen von allen Schulhäusern öffnen könnte.

Natürlich war ich ordentlich beeindruckt und Zucker pustend stimmte ich ihm zu, was dies für unhaltbare Zustände seien; Gerade für den Besitzer eines solch wichtigen Schlüssels, was ihm ganz offensichtlich gefiel.

Gefahr laufend auch so zu enden, könnte ich mir unangenehmers vorstellen als die letzten Jahre in einen Staatsbetrieb zu absolvieren.

Denn ihr wisst ja, der Winter naht.

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Licht des Anstosses

Das goldene Ei der Woche geht, mit Tusch und Trommelwirbel, an den Herrn Doktor Stephan Rawyler, seines Zeichens frisch wiedergewählter Gemeindepräsident der schönen Gemeinde Neuhausen am Rheinfall.

Verdient hat er sich diese Lorbeeren durch die öffentliche Bekanntgabe, dass er höchstpersönlich das wohl ungeliebteste Lichtsignal des Kantons in Betrieb genommen hat.
Respektive, wieder in Betrieb hat setzen lassen.

Wer morgens aus dem schönen Klettgau in das wunderbare Schaffhausen reisen möchte, kommt nicht umhin, dieses Nadelöhr Namens Klettgauerstrasse zu passieren. Um die Wohllust des Stau stehens noch zu steigern, hat der Kanton sämtliche Schleichwege sperren lassen.
Nun, an der Ecke Klettgauerstrasse – Engestrasse befindet sich ein Lichtsignal, dessen Sinn und Zweck eher fraglich ist, insbesondere, da es vergangene Wochen in einem Stand-By-Modus ruhte, was die Staus auf ein Minimum reduzierte.
Bis eben letzte Woche, als man, in Beringen kaum die Haustür verlassen, schon auf den letzten Wagen der Staustaffel prallte.

Mittels Leserbriefen in Regionalzeitungen empörten sich Verkehrsteilnehmer, doch erst als eine Stausteherin den hiesigen Radio-Sender um Hilfe anging, kam ein Flackern in das Licht des Anstosses. Der hiesige Lokalsender Radio Munot nahm sich der Sache an und erkundigte sich beim Gemeindepräsidenten über die Notwendigkeit des Betriebs dieser Ampel des Anstosses.

Jawohl, er hätte diese wieder in Betrieb genommen – ich meinte einen Hauch Selbstzufriedenheit zu hören – eine Abschaltung sei nie eine Option gewesen. Wohl sei das Lichtsignal infolge von Bauarbeiten zur Entlastung ausser Betrieb genommen worden, aber die Behörden der umliegenden Gemeinden, wie auch der Kanton, waren im Vorfeld darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass dies keine Dauerlösung sei.
Es stellt sich natürlich die Frage; Wenn ein ausgeschaltetes Lichtsignal den Verkehr entlastet, wozu wurde es überhaupt installiert?
Wegen des Nebels und weil es dunkel werde, so der Herr Doktor.
Also eine Art Leuchtturm, wenn man so will. Für Bewohner des Quartiers über der Engestrasse – unter anderem Herrn Rawyler, sowie seine werten Eltern Anm. d. Red – sei diese Kreuzung, diese Lichtsignalanlage, der einzige Weg um in das Zentrum zu reisen. Der einzige sichere Weg.
Der Herr Gemeindepräsident hat da wohl die Kreuzung Klettgauerstrasse – Rosenbergstrasse – Zollstrasse übersehen, da steht ebenfalls eine ganz sichere Ampel, sowie den Schleichweg Höhenstrasse – Schaffhauserstrasse oder den ganz simplen Weg über die Rosenbergstrasse nach Schaffhausen.

Des weiteren, soll mittels des Lichtsignals der Schleichverkehr durch die Engestrasse verhindert werden. Also dies muss der Herr Doktor einem dummen Handwerker erklären…

Wenn nun also der Verkehr in Pfeilrichtung flüssig läuft, wieso sollte jemand die vermeintliche Abkürzung über die Engestrasse nehmen? Da erwartet einem die dümmste 30-er Zone der Region, ein Bremsverschleiss sondergleichen, sowie ein fieser Blitzkasten, welcher über die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit wacht.
Diese unangenehme Strecke wird erst zur Option, wenn sich der Verkehr in Pfeilrichtung einen Kilometer staut, sprich; Wenn das Lichtsignal in Betrieb ist.
Von der Engestrasse her kommend fährt kein Mensch in Pfeilrichtung und die Einfädelung in Richtung Klettgau, gegen Pfeilrichtung, läuft wie Butter.

Der Kantonsvertreter Reto Dubach hat ein Herz für die Autofahrer, beobachtete während der orangen Blinkphase ebenfalls eine Entschärfung der Situation und sucht nun mit dem Herrn Rawyler das Gespräch.
Dieser scheint eher auf stur zu schalten, spielt den Trumpf aus, dass die Ampelanlage auf seinem Hoheitsgebiet steht und denkt nicht im Traum daran, diese wieder ausser Betrieb zunehmen.
Vielmehr sei der Stau der Verkehrszunahme von 3% sowie der erhöhten Bautätigkeit anzulasten. Besagte Bautätigkeit findet übrigens 300 Meter vor der Ampel in einem Hang statt und ich vermag mich nicht zu entsinnen, während der Stosszeit je einen Laster gesichtet zu haben.
Herr Rawyler zieht als einzigen Lösungsvorschlag eine Park & Ride-Anlage in Betracht.

Dies ist natürlich viel einfacher als nur einen Schalter umzulegen.

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Fail-Compilation October 2012 by Twister Nederland TNL

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Proleten macht die Beine breit, Idioten braucht das Land

Welch ernüchternder Artikel am heutigen Sonntag Vormittag.

Das Problem sei nicht, dass es zuviele Maturanden gebe, sondern, dass diese sich nicht sehr zügig in die Arbeitswelt integrieren. Dementsprechend beziehen sie – ich stütze mich auf Blick, sprich, ich lege für nichts jedwelche Extremitäten ins Feuer – Arbeitslosengeld und dieses muss irgendwo herkommen.
In diesem Fall von den praktisch Bildungsfähigen, welche mit handwerklichen Jobs ihr Geld verdienen.

Ihr gestattet, dass ich mir diesen Abschnitt noch einmal auf der Zunge zergehen lasse?
Da steht also das Rückgrat der Schweiz, die gebildete, kluge, reiche und schöne Elite an der Spitze; Thront gewissermassen über dem Proletariat. Um diese Spitze zu erreichen, benötigen sie jemand der sie unterstützt, ein dummer Bauer wenn man so will, welcher das Studium subventioniert indem er möglichst schnell in die Arbeitswelt integriert wird und die staatliche Funktionalität mit seinen Abgaben sichert.
Dadurch, dass sie diese Pyramide stützen, werden die praktisch Bildungsfähigen also in das Bildungssystem mit einbezogen, was ausformuliert heisst; Selber erfahren sie keine Bildung, ermöglichen aber mit ihrem Engagement, dass die Elite über ihre Köpfe aufsteigen kann.
Macht Sinn; So ist das Benzin gewissermassen auch Teil eines Fahrzeugs mit Otto-Motor – auch wenn es nicht direkt eine Fahrzeugspezifität ist, mit welcher man sich brüstet oder die man schätzt, wie in etwa eine Sitzheizung – ,es ist unentbehrlich, auch wenn es nur dazu dient verbrannt zu werden, damit der Rest funktioniert.

Diese sinnbildliche Pyramide ist übrigens nicht einem Geistesblitz unseres geschätzten Bildungsminister entsprungen.

Dieses Bild ist hundert Jahre alt und wurde von der IWW (Industrial Workers of the World) veröffentlicht. Die IWW ist eine weltweite Gewerkschaft, welche sich, kurz gefasst, für eine Abschaffung der Klassengesellschaft – es gibt nach wie vor Leute, welche die Existenz derselbigen leugnen – stark machen.
Wenn ich die Aussagen unseres Bildungsministers lese, eher mit mässigem Erfolg.

Die praktisch Bildungsfähigen bewegen in einer Unternehmung mehr, seien innovativer und pragmatischer, so der Wortlaut des Bundesrates.Honig um den Mund gestrichen, mehr ist dies nicht, geschätzte Leser.
Der Aussage „mehr bewegen“ fehlt der Gegenpart. Mehr bewegen als wer? Dahingehend legt sich der Herr Schneider-Ammann nicht fest, also kann es jeder oder niemand sein.
Doch führen wir den Satz weiter; So ein Arbeiter innovativ ist, bedeutet dies nur, dass er sich mehr Arbeit auflädt.

Ich darf den Film Office Space zitieren, welcher mich immer wieder inspiriert. Nachfolgend die Szene mit dem Angestellten Gibbons beim Interview mit den beiden Bobs, ihres Zeichens externe Betriebsökonomen.

Peter Gibbons: You see Bob, it’s not that I’m lazy, it’s that I just don’t care.
Bob Slydell: Don’t… don’t care?
Peter Gibbons: It’s a problem of motivation, all right? Now if I work my ass off and Initech ships a few extra units, I don’t see another dime. So where’s the motivation? And here’s another thing, I have eight different bosses right now.
Bob Porter: Eight?
Peter Gibbons: Eight, Bob. So that means when I make a mistake, I have eight different people coming by to tell me about it. That’s my only real motivation is not to be hassled, that, and the fear of losing my job. But you know, Bob, that will only make someone work just hard enough not to get fired.

Natürlich werden heute Mitarbeiter im Rahmen von leistungsabhängiger Entlöhnung oder Bonusverträgen in den Geschäftserfolg mit einbezogen. Vordergründig, denn am System ändert dies nichts, im Endeffekt ist dies nur eine ausgeklügelte Form der Mitarbeiter-Motivation.Nicht, dass ich meine Leser für ungebildet halte, aber hier noch die Illustration, welche den Buchtitel erklärt.Ich bin ein Befürworter der Gratifikation, denn ein Unternehmen, welches es sich leisten kann, einen dreizehnten Monatslohn zu garantieren ist entweder ein Staatsbetrieb, oder es verdient unverhältnismässig viel, was bedeutet, dass die Mitarbeiter das Jahr hindurch an der kurzen Leine gehalten werden.
Aber woraus resultiert ein Geschäftserfolg. Es wird Geld eingenommen, natürlich. Auf der Habenseite stehen Aufwendungen für Räumlichkeiten, Fahrzeuge, Materialeinkäufe, Versicherungen, Werbung, Löhne und ich habe gewiss noch eine Menge vergessen. Summa summarum steht dann eine Summe, welche idealerweise schwarz ist und Auskunft über den Geschäftserfolg gibt. Die Mitarbeiter in jeden Prozess einzubeziehen ist unrealistisch, denn jemand muss auf die Knie und anschaffen.

Wir backen also einen Kuchen, benötigen soviel Eier, soviel Mehl, soviel Zucker und meinetwegen etwas Schokolade.
Der einzelne Mitarbeiter wirft nun in die grosse, gemeinsame Teigschüssel je eine Prise der Zutaten hinein, muss am Ende jedoch hinstehen und für die Schmackhaftigkeit des gebackenen Kuchen gerade stehen; Nicht nur das, es ist für ihn existenziell, dass der Kuchen schmeckt.

Mit gesundem Menschenverstand ist ein solcher Deal nicht zu erklären.
Aber wir haben die menschliche Komponente vergessen, den Teamgeist, das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Betrieb, das Verständnis gegenüber der wirtschaftlichen Situation und nicht zuletzt die Geisel der Existenzangst, welche bei allen Möhren immer noch die zugkräftigste Motivation ist.
Deswegen funktioniert es.

Aber da muss kein Bildungsminister hinstehen und das Engagement der praktisch Bildungsbegabten darauf zurückführen, dass sie aufgrund der mangelnden Bildung einfach pragmatischer Handeln.
Es ist nur so, dass man mit 80 Prozent von 60’000 kaum seine Familie durchbringt, während man sich gut 200 Tage für die Jobsuche leisten kann, so die Arbeitslosenentschädigung monatlich 7120.- (maximale Entschädigung in der Schweiz) beträgt.

So wird ein Schuh draus.

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