Menschen sind nunmal Menschen

Menschen und ihre Beziehungen dürfen nicht auf die Sexualität reduziert werden.

So der Kontrapunkt des St. Galler Bischof Markus Büchel zu Bischof Huonder’s Äusserungen.
In der besten Absicht die Wogen zu glätten. Ein Satz, welchen sich vielleicht Pink Cross hinter die Ohren schreiben sollte, denn seit Beginn dieser Hetze sind sie mit nichts anderem beschäftigt; Die Menschen dadurch einzuordnen, mit wem sie ihre Intimitäten ausleben.

Jedem Individum sind seine eigenen Ansichten zugestanden. Solange er sie dort behält, wo sie hin gehören. Tief in seinem Kopf.
Äussert er sich öffentlich, die Spannweite reicht vom sozialen Netzwerk bis hin zur Predigerkanzel, sollen sich seine Ansichten mit der allgemeingültigen Meinung decken.
An der genauen Definition arbeitet man noch, doch die Richtung ist gegeben. Man bedient sich aus der Bibel, den besten Paulo Coelho-Zitaten, den schönsten Weisheiten auf Verpackungen der Zuckermühle Rupperswil und jeder Aussage, welche einem fernöstlichen Menschenfreund jeden Zeitalters in die Sandalen geschoben werden kann.
Kulturelle Unterschiede sollen ausgemerzt werden indem sich die grössere Kultur der kleineren – weil schon immer unterdrückt und ganz arm – anpasst und wäre es irgendwie möglich, würden wir alle unsere Hautfarbe zu einem schwarz-rot-gelb ändern.

Man sollte sich auf eine Weltsprache einigen, Neusprech oder so. Vielleicht ein Mix aus Rätoromanisch und den Kehllauten eines südamerikanischen Volkes, welches erst gestern bemerkte, dass ausserhalb des Dschungels eine Welt existiert.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, die Bibel gehört überarbeitet. Wir erkennen, dass die vermittelten Werte mit der neuen Gesellschaft nicht vollumfänglich vereinbar sind. Es droht die Gefahr, die Ideale einer Gruppe von Individualisten zu nähren.
Natürlich will man die Bibel nicht verbannen. Eine leichte Abänderung, dass sie die Aussagen der Inneren Partei gewählten Volksvertreter untermauert und wir wollen so tun, als hätten diese Zeilen schon ewig dort gestanden. In etwa, dass die Ehe zwischen zwei Männern das normalste der Welt ist und jede andere Religion gleich gut, gar noch etwas besser sei. Wer andere Ansichten predigt, soll als Ketzer gebrandmarkt werden.
Auch die Geschichtsbücher gehören überarbeitet, zeigt die Erfahrung, dass diese Geschichten den Menschen nur Flausen in den Kopf setzt. Dieser Aufstand gegen Obrigkeiten und das kindische Verlangen nach Freiheit wird hinfällig, wenn das Individum als solches nicht mehr existiert.
Die Geschichte soll neu definiert und niedergeschrieben werden, dass sich künftige Generationen an den Wurzeln der neuen Gesellschaft erfreuen dürfen.

Diese wunderbare Welt bedarf natürlich einer gewissen Führung. Auch wenn wir fortan alle gleich sind und die gleiche Meinung vertreten, erwacht dann und wann ein Rebell. Die neuen Geschichtsbücher legen wohl kein Zeugnis davon, aber dies ist für den einheitlichen Bürger auch nicht von Bedeutung. Wichtig ist nur, dass jemand ein Auge auf die Menschheit hat und solch Unkraut gleich im Ansatz vernichtet.

Nein, ein Verschwörungstheoretiker bin ich nicht.
Die Menschheit ist intensivst damit beschäftigt, sich ein Utopia zu schaffen.
Und dieses mal will man alles richtig machen, denn wir sind um Generationen schlauer als alle anderen, welche eine bessere Gesellschaft hervorbringen wollten. Kaum zu glauben, dass der letzte gerade mal vor 70 Jahren scheiterte.pinky

Wir heissen Gesetze gut, welche definieren, welche Äusserungen im öffentlichen Raum geahndet werden.
Antipathie ist, da naturgegeben, noch toleriert, allerdings nicht, selbiger Ausdruck zu verleihen.
Die Menschen formieren sich in globalen Netzwerken, deren Entwickler bestimmen, welche Fotografien für die Allgemeinheit tragbar sind.
Sie massieren sich freiwillig zu tausenden in Gruppen und goutieren, dass deren Anführer mit der rechten Hand auf der Maustaste entscheidet, welche Äusserungen in der Gruppe zulässig sind.
Der Menscheit widerstrebt der Gedanke einer globalen Überwachung, doch kämpft man für die Freiheit, mit mobilen Geräten über tausende öffentliche Zugänge kostenlos Daten auszutauschen.
Wohl hat jedes Volk seine Geschichte, jede Gruppierung seine Religion, doch kommt man zur Übereinkunft, dass diese Regeln nur noch Bestand haben, so sie auf einen allgemeingültige Aussage reduziert werden können. Einhellig ist man sich einig, wer diesem Grundsatz widerspricht gehört vom Gesetz bestraft.

Dies alles hat die Menschheit wiederholt erlebt, der Versuch unserer Zeit ist kein Novum.
Zur überraschenden Neuerung der momentanen Suche nach einer universellen Gesetzgebung zählt gewiss, dass man die Evolution für fehlerhaft erklärt. Selbstverständlich wurde schon an der Evolution gezweifelt, aber die Richtigkeit der natürlichen Bestimmung zur Fortpflanzung und das resultierende klassische Familienmodell kritisch zu hinterfragen, dürfen wir mit stolz auf unsere Fahnen schreiben. Daher ist man mit Nachdruck an der Überarbeitung und man beginnt bei abendländischen, ursprünglichen Gesetzgebung. Das ungültig erklären der heiligen Schrift und der Brandmarkung derer Verkünder.

Mit den besten Vorsätzen möchte die Menschheit sich eine neue Welt erschaffen.
Lobenswert. Allenfalls bereitet mir Sorgen, ob man ohne individuelle Charakterzüge den schmalen Grat zwischen Utopie und Dystopie noch erkennt.

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Abt. Gedanken zum Artikel

uno‚Der Strafbestand der Folter würde zuwenig kriminalisiert‘ und ‚es bestehe die Möglichkeit, dass man für ein solches Vergehen straflos davon spaziere‘.

Da wurden wir eiskalt erwischt, gewitzte UNO. Die aktuelle Wasserknappheit muss auf exzessives Waterboarding zurück zu führen sein.
Hoffen wir, dass im allgemeinen Trubel untergeht, dass die Schweiz herzlich wenig gegen das Ansteigen des Meeresspiegel unternimmt. Böse Zungen behaupten, wir hätten noch nicht einmal Dünen, welche das Meer zurückhalten.

Währenddessen werden sich die Holländer gegen den Vorwurf behaupten müssen, dem Schutz von Edelweiss nicht genügend Beachtung zu schenken und den natürlichen niederländischen Lebensraum von Murmeltieren kaum bis gar nicht zu fördern.

In Sachen Asylverfahren hat die Schweiz Nachholbedarf, namentlich in Sachen Rechtsschutz. Jeder Asylbewerber soll künftig beim Grenzübertritt ein Lindt-Schöggeli, ein Handy-Ladegerät und einen Rechtsbeistand erhalten.
‚Wie soll man beurteilen, ob ein Flüchtling in seinem Herkunftsland von Folter bedroht ist, wenn er keinen Anwalt hat?‘

Gegenfrage; Wie soll ein Anwalt beurteilen, ob ein Flüchtling in seinem Herkunftsland von Folter bedroht wird?
Gibt es eine geheime, nur für Anwälte einsehbare Liste, auf welcher Regierungen ein Kreuz setzen, wenn sie in ihrem Land der Folter fröhnen? Oder reist der Anwalt im Auftrag der Regierung in das Herkunftsland und inspiziert Gefängniseinrichtungen? Schwierig. Wir entsinnen uns, der Vizedirektor des Staatssekretariats für Migration, Urs Von Arb, war in Eritrea auf Staatsbesuch und versäumte es prompt das Thema Asyl anzuschneiden.

Des weiteren sei die Schweiz zu lasch bei Rückführungen. Man vertraue zu sehr auf die Aussage der Herkunftsstaaten, dass alles in Ordnung sei und man den Ausreisser wieder heim führen könne.
Nun ja, hier unterscheiden wir uns vielleicht ein wenig von der UNO. Die Schweiz reist nicht durch die Welt und erklärt den Regierungen was in ihre Gesetzbücher gehört und was nicht. Da vertraut man eben einmal einer Aussage.
Aber viele Rückführungen haben wir ja nicht, einmal hier, lässt man die Asylbewerber nur ungern wieder nach Hause.
Zum Abschluss sei unsere Polizei zu gewalttätig – wir entsinnen, erst erschiessen lassen, dann reagieren – und die Gerichte zu nachlässig im Umgang mit häuslicher Gewalt.
Vielleicht sollte jedem Mann bei der Eheschliessung ein unentgeltlicher Anwalt zur Seite gestellt werden.

Zum Abschluss erinnerte uns die UNO noch an den im Januar fälligen Jahresbeitrag von 140 Millionen und kündigte die nächste Untersuchung auf spätestens 2019 an.

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Den Dummen gehört die Welt

Fühle mich intellektuell vergewaltigt, bis hin zum fremdschämen.

Bisweilen muss man sich in Kreisen bewegen, in welchen man sich schlecht zu integrieren versteht. Dennoch setzt man in genehmen Zeitabständen zu einem zustimmenden Lächeln an. Eine Geste der Höflichkeit
Dies muss noch nicht einmal zwingend ein Familienfest sein. Familienfeste stehen in meinen Augen sinnbildlich für die Art von Zusammentreffen, welche man einfach über sich ergehen lassen muss. Sei es wegen dem Grundstück am See, weswegen man der mürrischen Tante Kunigunde auch zu Weihnachten ein Kärtle oder Packerl zukommen lässt, oder einfach um der Tradition willen, dass Blut eben dicker als Wasser sei. Den Mangel an versammelten Intellekt gleich man eben mit Geist aus gegorenem Saft aus und so begibt man sich langsam aber zielstrebig auf eine gemeinsame Ebene. Auf diesem kleinsten gemeinsamen Nenner tauscht man sich dann über Autos, Ausländer und das Wetter aus.

Nun bringen es die Suva-Regeln mit sich, dass ich mich nicht auf die Ebene von Arbeitskollegen trinken kann. Weil Mineralwasser nicht mit dem erquicklichen Nebeneffekt von Alkohol auftrumpfen kann. Mein Bruder, der Beste von allen, versucht es gelegentlich über Mittag, mit der Erkenntnis, dass ein Bier auf Dauer nicht ausreicht und man gewisse Experimente besser einstellt, bevor eine Eigendynamik das Zepter übernimmt.
Meine lieben Arbeitskollegen sind ja keine bösen Menschen, mehrheitlich sogar sehr nett, nur eben zu dumm, einen Eimer Wasser auszugiessen.

Etwas anmassend, eine solche Behauptung zu äussern. Und dann auch noch so hinten rum. Mein Vater pflegte zu sagen; Ab einem gewissen Alter korrigieren die Leute dich nicht mehr, sie denken sich nur noch ihre Sache. Ist was dran. Daher empfinde ich mein hintenherum als gerechtfertigt, gewissermassen ein Ausdruck des Respekts vor den Gefühlen meiner lieben Arbeitskollegen.mad

Ich messe nicht die Intelligenz der Menschen, da würde ich wohl auch keinen Raketenstart hinlegen, es ist mehr die offensichtliche Selbst-Disqualifikation, welche gewisse Zeitgenossen anstreben. Dumm sein ist eine Sache, das Umfeld mit Nachdruck davon zu überzeugen, ein zweites Kapitel.
Wann kategorisiere ich einen Menschen also auf derselben intellektuellen Ebene wie hundert Meter Feldweg?

Wenn Menschen zum Beispiel nicht zuhören können. Ich spreche hier nicht von der Zuhörlady bei der dargebotenen Hand oder Mike Shiva im TV, sondern ganz allgmein im Small-Talk. Die Personen in meiner unmittelbaren Arbeitsumgebung teilen sich sehr gerne mit. Was mich etwas zum Aussenseiter macht, denn dieser Drang liegt mir fern und ich begrüsse es, nicht zur Auskunft über mein Leben fern der Stempeluhr animiert – genötigt – zu werden. Erzählt der Eine also von seinen Ferien, hat er den zweiten Halbsatz kaum beendet, als ihm sein Gegenüber ins Wort fällt und aus dem Blauen heraus von seinem Urlaub im Sommer ’13 zu erzählen beginnt. Mit ein wenig erhöhter Lautstärke. Nicht weil seine ferienbedingte Auszeit etwas mit der Geschichte des Gesprächspartners gemein hätte, einfach weil er wohl denkt, seine Erzählung sei interessanter. Für das Gegenüber und die unschuldigen Zuhörer im Umkreis von 200 Meter.
Erzähler A hält also kurz inne, nur um sich bei der ersten Atempause noch eine Idee lauter wieder ins Gespräch zu bringen.
So schreien sich die Protagonisten an. Das Haupt bedenklich dunkelrot, heraustretende Adern am Hals, atemlos und wild gestikulierend. Mit den besten Absichten, das Gegenüber mit einer netten Geschichte zu unterhalten.

Wenn sich zwei Erwachsene unterhalten hat der Kindermund zu schweigen. Zum einen, weil es sich nicht geziemt, sich Unterhaltenden ins Wort zu fallen, zum anderen, weil der Beitrag kaum konstruktiv sein könnte.
Wie aber nun, wenn der Kindermund mit Bartstoppeln umrundet ist und sich auf einer Höhe bewegt, welche nur mit Erwachsenengrösse zu erreichen ist. Oder einer Trittleiter. Es fährt einem gewiss niemand verbal über den Mund, aber die unterhaltenden Parteien denken sich ihre Sache.
Mich deucht, auch der dümmste Mensch der Welt wird sich ein klein wenig seines intellektuellen Defizits bewusst sein. In seinem nicht vollumfänglich entwickelten, oder bereits verkümmerten, Verstand formt sich ein simpler Gedanke; Die lassen mich nicht in den Sandkasten. Respektive, diese beiden diskutieren und ich bleibe aussen vor. Statt den interessierten Zuhörer zu geben, welchem man attestieren könnte, er vermag dem Gespräch zu folgen hält sich jedoch aus Anstand zurück, reisst er diese zarte Pflänzchen aus. Mit Stumpf und Stiel. Zerstreut jeden Zweifel, indem er eine sinnentleerte, dem Thema bestenfalls angelehnte Phrase einstreut. Der Anstand gebietet es, dass man darauf nicht eingeht. Wie man Erwachsenen nicht über den Mund fährt, kann man sie auch nicht einfach aussen vor lassen.
Der anregendste gedankliche Austausch unter Erwachsenen ist zu Ende, wenn der Kleine am Hemdzipfel zerrt, weil Papa nun die Playmobil-Ritterburg aufzubauen hat.
So verhält es sich, wenn ein geistiger Tiefflieger den Entschluss fasst, sich um des alleinigen Einbringens willens an einem Gespräch zu beteiligen. Man begibt sich gezwungenermassen auf sein Niveau, weil man Erwachsenen eben nicht so offensichtlich aufzeigt, wie dämlich sie sind. Und während Hein Blöd sich furchtbar integriert fühlt, erstickt jede fruchtbare Erkenntnis einer Diskussion im Keim.

Die Apps von Gratiszeitungen sind auf dem stillen Örtchen ein Segen, Menschen welche ihren kompletten Wissensstand aus selbigen Beziehen die andere Seite der Medaille. Die Hände noch nicht ganz unter dem Dyson-Büffelpruster getrocknet beginnen sie ein Gespräch über den Euro-Mindestkurs.
Ein Cern-Physiker wird es kaum als anregend bezeichnen, mir in der Zigarettenpause den Teilchenbeschleuniger zu erklären. So ist es mir bereits von Beginn an zu dümmlich, mit den Menschen in meiner Arbeitsumgebung zu diskutieren. Weil mich die Ansicht eines Kleinkindes zu Kohäsionszahlungen einfach nicht interessieren. Zudem scheue ich mich stets davor, dem Gegenüber sein geistiges Defizit direkt vor Augen zu führen. Fühle ich mich, als würde ich vor einem Rollstuhlfahrer anhand von praktischen Beispielen die Vorzüge zweier gesunder Beine präsentieren. Dies macht man einfach nicht.
Diese Haltung versetzt mich natürlich in eine gewisse Aussenseiterposition.
Wie erwähnt, lebt der stille Gesprächsverfolger in der komfortablen Position, die Umwelt über seine geistigen Fähigkeiten im Unklaren zu lassen, während der laute Referent des öfteren dazu neigt, jeden Zweifel an seiner Intelligenz zu bestärken. Während der Sprecher mit geistigem Handicap natürlich bis ins Mark davon überzeugt ist, dass er ausnahmslos jeden überflügelt welcher sich nicht mit höherem Schalldruck am Gespräch beteiligt.

„Bleibst du noch oder gehst du nach Hause?“
„Ich gedenke mich zu empfehlen“
„Für was?“

Die Gründe weswegen ich historische Romane so liebe finden sich nebst der klar definierten Geschlechterrolle auch in der Verwendung einer angenehmen Sprache. Ich bin entzückt, wenn sich ein Mitmensch derer bedient und bin sofort der Meinung, dass diese Person gewiss auch einmal ein paar Zeilen las, welche sich unter einem Buchdeckel fanden. Das Lesen eines Buches, und seien es ‚Fünf Freunde‘, deucht mich nach wie vor der einfachste und angenehmste Weg, ein paar Synapsen mehr zu entwickeln, als Essen und Grunzen voraussetzen.
Hingegen bin ich entsetzlich schnell bei der Hand, Menschen die sich der Fäkalsprache bedienen in eine Schublade zu stecken. Besser noch in einen Pappkarton, welcher irgendwo hinter dem Schubladenstock sein Dasein fristet.
Ich weigere mich zu glauben, dass sämtliche Menschen, welche sich in der blumigsten Vulgärsprache mitteilen, von Max dem Penner in der Gosse grossgezogen wurden. Freud würde gewiss ein triebgesteuertes Verhalten diagnostizieren, meine Wenigkeit weigert sich, solcherlei Herrn die Aufmerksamkeit einer Psychoanalyse zu widmen. Sie wissen es einfach nicht besser und weil sich das Wedeln in der Öffentlichkeit mit Geschlechtsorganen nicht ziemt, unterstreichen sie unbewusst ihre hemmungslose Offenheit – weil sie eben männliche Männer oder ganz taffe Frauen sind – einfach mit Worten, an welchen affektierte Personen wie meine Wenigkeit Anstoss nehmen, was uns ein gewisses Weibisch sein anhaftet.
Ups, nun habe ich es doch getan.
Mein Fremdschämen rührt gewiss von einem schwach ausgeprägten Selbstbewusstsein, jedenfalls bin ich stets peinlich berührt, wenn sich das Gegenüber wie ein Bierkutscher ausdrückt. Was mich wiederum im allgmeinen Small-Talk in eine Aussenseiterrolle drängt.

Mein geschätzter Vorgesetzter erbat sich, was auch Lohnrelevant ist, dass ich mich besser integriere. Weswegen ich nun bisweilen in die allgemeine Heiterkeit einstimme, wenn ein Mitarbeiter eine vulgäre Anekdote zum besten gibt.
Werde ich so auch auf dem „Denken sie, dass sie die besprochenen Punkte erfüllt haben?“-Formular erwähnen. Natürlich im ‚Hier kommt die Maus‘-Schreibstil, damit Chefe auch versteht, was ich mitzuteilen gedenke.

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Randgruppen und Verschupfte

Im neu errichteten Schulhaus nebenan ist Leben eingekehrt. Stellte ich fest, als ich – was mir bei 30 Grad zur lieben Gewohnheit geworden – nach dem entledigen der Arbeitshose in Boxershorts am Wohnzimmerfenster vorbei flanierte und ein bebrillter Herr durch das Glas starrte. Fünf Meter Luftlinie.
Mache ich mich nun des Exhebitionismus strafbar, oder der werte Herr sich des Voyeurismus? Auf gut deutsch, bin ich ein Grüsel, er ein Spanner, oder sind wir beide etwas davon? Hinsichtlich der zarten Kindsgemüter, werde ich mich künftig wohl gesittet zu kleiden haben. Oder mir Gardinen zulegen.
Gehe ich nun nach alter Väter Sitte mit Brot und Salz vorbei, oder eher kindgerecht mit Lollys und Schokobons?
Wenn ein alleinstehender Bald-Vierziger mit Lollys und Schokolade Primarschüler beschenkt, wird wohl auf einschlägigen Facebookgruppen bald vor mir gewarnt und Blick füllt das Sommerloch mit einer Exklusivstory.

Das ganze Leben scheint ein Drahtseilakt.
Man möchte meinen, wenn eine Gegebenheit alltäglich ist, das Gros der Bevölkerung daran keinen Anstoss nimmt, ist das Ziel einer um diesen Umstand bemühten Organisation erreicht. Es sei denn, sie nennt sich Pink Cross.
Wenn sich niemand mehr an der Homoxexualität stört, dann intensiviert man eben seine Suche nach einem konservativen Querschläger, auf dass man sich wieder in die Ecke der ewig verstossenen und gehänselten verkriechen und lauthals um nichts weniger als ein bisschen Akzeptanz schreien kann. Dass damit das Klischee der Dramaqueen bedient wird, zeugt wohl nur von meiner eigenen Höhlenmenschmentalität. So wird also der Churer Bischof Huonder von Pink Cross verklagt weil er – Zitat – die Gläubigen dazu anspornt, nach Bibeltexten zu handeln.
Mich dauert der Bischof ein wenig, denn mir scheint, genau dies ist sein Auftrag hier auf Erden, mit dem ihm gegebenen Regelwerk.
Nun, gewisse Aussagen in der heiligen Schrift müssen heute gewiss mit ein wenig Bedacht zur Kenntnis genommen werden, aber die Christen neigen für gewöhnlich nicht (mehr) zum fanatischen Handeln und der Herr Meier wird seine Gattin nach dem Sonntagsgottesdienst nicht zur Dienerin degradieren, weil es in güldenen Lettern auf dem Pergament prangt. Gott weiss, wieso die Schwulen sich nicht gleichermassen aufgeklärt geben können, meines Erachten ist es nicht die Aufgabe des Priesters, die Bibel neu zu schreiben.

Demnächst werde ich ausgeschafft.
Von Herrn Nationalrat Hutter wurde ich aufgrund meiner bloggerischen Tätigkeit als unschweizerisch bezeichnet, nun doppelt Frau Schlumpf nach. Wer an unserer Regierung zweifelt destabilisiere die Schweiz, daher ist solches Tun ebenfalls unschweizerisch.
Ich würde mir ja ein Schweizerkreuz auf den Oberarm tätowieren, aber dann wäre ich gewiss ein patriotischer Rechtsradikaler, was ebenfalls unschweizerisch wäre. Gerade, weil ich auch ein wenig gegen das Asylwesen wettere, was einer Nicht-Akzeptanz des Rechtsstaates gleich kommt. Ein anarchistischer Rechtsradikaler ohne patriotischem Einschlag.
Wo geht eigentlich der Schweizer hin, wenn er Asyl sucht?

Wenn wir schon bei Randgruppen sind; Schon wieder wurde in den USA ein Schwarzer von einem Polizisten erschossen. Bei aller Dramatik möchte ich doch bemerken, dass die Kriminalitätsquote nahezu gegen null tendiert. Es sei denn, das Erschiessen von Weissen bedarf keiner globalen Aufmerksamkeit und ist eine Dunkelziffer in der Statistik. Einseitige Berichterstattung ist ein zweischneidiges Schwert.
Ich weiss nicht ob die Gesetzgebung in der USA ähnlich der schweizerischen ist, sprich; Ein Polizist hat sich gefälligst erst erschiessen zu lassen, bevor er zur Waffe greift. Ich widme den Fällen keine übertriebene Aufmerksamkeit, aber auch der flüchtige Leser wurde gewahr, jedem dieser tragischen Vorfälle ging ein verbrecherischer Akt oder zumindest Widerstand gegen die Staatsgewalt voraus.
Vielleicht – und dies ganz allgemein – sollte man das Schabernack treiben einfach sein lassen, wenn die Beamten nervöse Zeigefinger haben.

Das Magazin der Verschupftesten unserer  Gesellschaft – also Linke und Frauen – der Beobachter, bot kürzlich einem Mami Raum für ihre Kolumne.

‚Pause um über Genderismus zu diskutieren‘

Also einem von vielen Beobachter-Kolumnen-Schreibenden Mamis.
Mit ihrer liebreizenden Tochter trat sie an den Migros’schen Kassenkorpus. Das Töchterchern knabberte an einem Gipfeli, worauf die Kassiererin sich beim Mami erkundigte, ob sie auch ein Gipfeli gegessen hätte.
‚Nein, sie hätte ihren Hunger unter Kontrolle‘
Bildlich stelle ich sie mir vor, mit den kleinen Fäusten in die Hüfte gestemmt, das Kinn kämpferisch vorgestreckt, die Worte im Sperrdruck vorgetragen, wie Kishon selig zu sagen pflegte.
Die Kassierin gab daraufhin lakonisch zur Antwort, dass im Laden grundsätzlich nicht zu essen wäre.

‚ Pause um über Erziehung zu diskutieren‘erziehung

Mutti wechselte ob der Frechheit wohl zu solch heftiger Schnappatmung, dass sie sich erst zuhause wieder fassen konnte und infolge räumlicher Distanz zur bösen Kassiererin eben dem Beobachter schrieb.

Man verzeih mir, ich gehöre zur Generation ‚mit de Auge, nid mit de Finger luege‘. Diesem Leitsatz blieb ich treu, bis ich zum ersten Mal die Bettdecke mit einem weiblichen Wesen teilte und es irgendwie erwartet wurde, dass man mit den Fingern guckte. Nicht zuletzt, weil der Raum abgedunkelt war und mir nur die Finger zum gucken blieben.

Impulszone, so der Fachausdruck für Quengelware wurde ich belehrt, gab es wohl schon zu meiner Zeit, doch da ich über voll funktionsfähige Finger verfüge – siehe Absatz gucken – muss ich meine Hände wohl nie in die Regale gestreckt haben. Nicht, dass meine Erziehungsberechtigten zur körperlichen Züchtigung neigten, doch das Wort war Gesetz, da brauchte es keinen Rohrstock, allenfalls ein verbaler. Heute ist es gang und gäbe, dass der Nachwuchs mit einer Nascherei noch im Einkaufsbereich ruhig gestellt wird. Las ich im Beobachter. Diebstahl, wenn man so will, da die Ware noch nicht den Besitzer gewechselt hat. Aber Mundraub ist ja eine Grauzone.
Deswegen habe ich das kleine Mädchen auch nicht verpfiffen, welches sich heute hinter mir am Klassenkorpus vorbei gezwängt hat und die Mutter das Kind begleitende XXL-Vanille-Cornet prompt zu erwähnen vergass. Vielleicht war es auch ein sprachliches Problem, es war in der Migros-Filiale Neuhausen.

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Zum Geburtstag der Eidgenossenschaft

Gott bewahre, dass mein kleiner Blog in die sogenannte rechte Ecke gleitet, es ist das aktuelle Tagesgeschehen, welches meine Texte formuliert.

Gemäss Nationalrat Thomas Hutter bin ich nur ein kleiner Neider, der sich hinter einer Larve von IP-Adressen und Proxy-Servern zu einmal absolut unschweizerischen Tun hinreissen lässt. Der freien Meinungsäusserung im World Wide Web.

Was wäre denn ein typisch schweizerisches Tun, frage ich mich. Aus den gesammelten regionalen 1. August-Reden, welche das Schaffhauser Intelligenzblatt freundlicherweise in der Montagsausgabe zur Nachlese bereitstellt, ist dies nicht klar ersichtlich. Respektive, der typische Schweizer soll wie eine Fahne im Wind flattern, mal hierhin, mal dorthin, ganz wie es den Herrschaften in Brüssel mal eben zu pusten beliebt.schweiz

Vergessen sei das Festhalten an Mythen, Sagen und Geschichten, nach deren Lehren der Ur-Schweizer sich gerne definiert. Mit grossem Engagement arbeitet man daran, die Schlacht bei Morgarten, den Rütlischwur, den Bundesbrief und den gesamten Geschichtsunterricht der Primarschule Jahrgang ’77 in die Tonne zu treten. Als aufgeklärtes Land hat man sich nicht an solch verstaubte Traditionen zu halten. Viel mehr soll in etwa die Einführung des Frauenstimmrechts und alsbald der Einzug des ersten eingebürgerten Eritreers in das Bundeshaus zu unseren Stützpfeilern werden.

Ist man nicht brav, steckt einem der Samichlaus in den Sack. Verschleppt einem in den dunklen Wald. Als kleiner Knopf blickt man diesem Tag des jüngsten Gerichts am 6. Dezember mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Bis man feststellt, dass der Opa immer am 6. Dezember, falle dieser auch auf einen Sonntag, Überstunden schiebt und erst später zur Familienfeier stösst, der Mann im roten Mantel dem betrunkenen Onkel Helmut ähnelt oder einem der grosse Bruder auslacht und das Geheimnis um den Bärtigen mit Sack und Rute lüftet.
Gewiss ist es nach neuen pädogischen Richtlinien äusserst fragwürdig, unter der Panikmache und Androhung entsetzlicher Konsequenzen die Kinder zu erziehen. Wohl haben der Struwwelpeter, die Gebrüder Grimm und Hans-Christian Andersen Generation von gut geratenen Menschen, wie Deine und meine Eltern, hervorgebracht. Geprägt von Zucht und Ordnung, mit einem Haarschnitt, nach dem man die Uhr richten kann. Aber dies ist mehr als überholt. Gott bewahre, dass man die Kleinen in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, indem man sie anhält irgendwelche Regeln zu befolgen.

Der Samichlaus darf nur noch durch die Strassen ziehen, weil dies eben eine schöne Tradition ist. Und den Kaufhäusern Umsätze generiert, was letzten Endes dem Staat zugute kommt. Was aber nicht bedeutet, dass an dieser Tradition nicht gefeilt werden darf. Wir entsinnen uns, dass der niederländische Schmutzli, der Zwarte Piet, aufgrund seiner dunklen Pigmentierung plötzlich nicht mehr tragbar war. Weil politisch unkorrekt. Es sei dahingestellt, wie man dies einem kleinen Kind nun erkläre.

Bisher waren Traditionen ein alter Zopf, welcher wider jeglichem besseren Wissen seine Daseinsberechtigung hatte, weil Traditionen stets auch ein Stück Geschichte waren. Ein Stück Heimat. Eine Identifikation mit selbiger.
In den Augen der modernen, aufgeklärten Gesellschaft ist die Identifikation mit der Heimat nicht mehr nur ein Drahtseilakt, sondern ein offene Bekennung zum Rechtsradikalismus. Zumindest beschleicht mich dieses Gefühl, wenn ich die Reden unserer regierenden Damen und Herren lese.

Weil die Schweizer im 19. Jahrhundert aus wirtschaftlichen Gründen die Heimat verliessen, sei es umso wichtiger, dass wir heute Flüchtlinge aufnähmen. Denn Solidarität ist ein Markenzeichen der Schweiz. So Martina Munz.
Meines Erachtens verstösst es gegen das Gesetz, wenn wir Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, aber die Auslegung und Anwendung des Gesetzbuchs zeigt sich in ihrer vollen Individualität und Flexibilität, sobald ein Ausländer betroffen ist. Wäre. Des weiteren wage ich zu bezweifeln, dass in New York die Stadtväter am Pier standen und jedem Ankömmling einen goldenen Löffel in den Mund steckten.
Glück sei das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Der Rückgriff auf die philosophischen Ergüsse der Zuckermühle Rupperswil zeugt nicht von rhetorischem Geschick, Frau Munz. Teile ich mit meinem Bruder den Lotto-Gewinn, bin ich bereit ihnen meine Zustimmung zu sprechen. Sprechen wir jedoch aller Herren Länder, einmarschierten Flüchtlinge und arbeitsscheuen Tu-Nicht-Guten Geld, welches meiner Altersvorsorge bitter fehlt, scheint mir das geteilte Glück irgendwie aus den Fugen geraten zu sein.

Der Herr Dubach erklärt kurzum Neunkirch zur Drehscheibe des Klettgaus und steht für die Neuorganisation der klettgauer Verkehrsanbindung ein.
Eine Geburtstagsansprache, so mein infantiles Denken, soll das Geburtstagskind würdigen, preisen und ein wenig über den Klee loben. Als Kern der Rede die Rechtfertigung der eigenen politischen Vorstösse zu wählen, scheint mir etwas gewagt. Auch wenn die Rede sich im Endeffekt um Kompromisse drehen sollte.

Der Herr Landolt nutzte die Gelegenheit, in Löhningen gegen Thomas Minder zu schiessen. Indirekt, versteht sich, indem er über den Gedanken von gerechter Lohnverteilung wetterte.
Die Abzocker-Initiative verunsichere die Wirtschaft. Wie die Einwanderungsinitiative auch, wenn man schon am Rundumschlag ist. Also weg von der Insel Schweiz zu einem offenen Stück Land, irgendwo in Europa, offen für alle und jeden.
Gewissermassen eine Ermahnung an das Geburtstagskind, der Schweiz, dass diese ganze Eigenständigkeit und Unabhängigkeit ein ausgemachter Blödsinn und die Zeit gekommen sei, sich wieder zu öffnen.
Diesem Geburtstagsredner würde ich den Hosenboden versohlen, so er mir am Wiegenfest nichts als Vorwürfe präsentierte.

Der Herr Raphaël Rohner übernahm dieses Jahr den Part, dem Schweizer die Scham ins Gesicht zu treiben. Falls ihr, liebe Freunde und Nachbarn, es vergessen habt, wir sind durch unseren Reichtum zur immerwährenden Demut verpflichtet.
Es mag euch vorkommen, dass der Schweizer mehr und gewissenhafter arbeitet als alle Länder um uns herum. Gar steckt eine kräftige Prise Tatsache in diesem Bauchgefühl, ganz gewiss sogar. Und dennoch sollen wir nicht vergessen, dass ausnahmslos jeder Schweizer mit einem goldenen Löffel, schon wieder, im Mund geboren wird. Natürlich, unsere Väter arbeiteten noch härter als wir und unsere Grossväter knieten sich noch eine Idee tiefer rein, aber dies bedeutet nicht, dass wir dieses Glück erabeitet oder gar verdient hätten. Nein, wir sollen demütig dankbar sein. Es wird einem allerdings nie klar gesagt, wem man für unseren Reichtum dankbar sein soll.
Vielleicht den Asylsuchenden im Friedeck, denn mit jenen sollen wir unseren Reichtum teilen. Diese, so Herr Rohner, wären froh, wenn sie nur ein Zehntel unserer Möglichkeiten hätten.
Nun, ich bin gewiss, manch Schweizer wäre auch froh, nur ein Zehntel der staatlichen Fürsorge zu haben, welche Asylbewerber erfahren.
Ob der Herr Rohner symbolisch seinen Mercedes gleich im Friedeck stehen liess und demütig nach Hause marschierte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Beschliessen wir mit Herrn Hansueli Graf, welcher uns an die Abstimmungspflicht erinnerte. Gewissermassen auch ein Ausdruck der Dankbarkeit an die Freiheit, mitbestimmen zu dürfen.
Die hochgelobte Demokratie. Der Bürger darf seine Meinung kundtun, seine Entscheidung fällen. Einen Zettel mit seiner Ansicht in eine Metall-Urne werfen.
Dann hat es sich aber auch schon. Als ich jung war entrüstete mich der Satz „Die in Bern machen sowieso was sie wollen“. Stand für mich stets sinnbildlich für Menschen, welche zu faul waren, sich eine Meinung zu bilden.
Die Zeiten haben sich geändert. Heute kann man sich noch so engagiert in ein Thema einarbeiten, Diskussionen führen und pflichtbewusst den Gang an die Urne antreten. Es ist nicht so, dass sie in Bern machen, was sie wollen. Sie machen einfach nichts. Auf den ersten Blick. Der Bürger erkennt in erster Linie, das Entscheide nicht umgesetzt werden. Selbstverständlich sind die Politiker nicht untätig. Es gilt, den Volkswillen mit den Gesetzen aller umliegenden Länder abzustimmen, sich über die Grenzen hinaus für das Volk und die Demokratie zu entschuldigen und ganz nebenbei dem eigenen Volk zu vermitteln, dass man mit Hochdruck an der Umsetzung arbeite.
Wenn mittlerweile Initiativen lanciert werden um die Umsetzung einer Umsetzung einer Volksinitiative zu fordern, scheint es mir mit dem „letzten Wort beim Volk“ nicht mehr weit her zu sein. Und man möchte keinem einen Strick drehen, welcher Sonntag Morgen lieber die Füsse unter dem Frühstückstisch ausstreckt, als sich an die Urne zu begeben.

Meine lieben Damen und Herren Politiker.
Der 1. August ist keine Gardinenpredigt, keine Abmahnung und schon gar nicht das Hohe Gericht. Er ist das Fest der Eidgenossenschaft. Der Schweizer. Am Tage des Wiegenfests hat das Geburtstagskind stets eine gewisse Narrenfreiheit.
Vielleicht ist es nächstes Jahr möglich, dass wir alle ein wenig stolz auf uns sein dürfen, dass wir die politsche Korrektheit aussen vor lassen und einfach Ur-Schweizer sind. Welche in Kutte und Sandalen beisammenstehen, die Hände erheben und geloben, uns nicht von fremden Herren führen zu lassen.
Dass wir wohl ein kleines Land sind, aber dieses uns alleine gehört und jeder, welcher hier nicht reinpasst, dahin soll wo der Pfeffer wächst.
Dass wir nur an diesem einen Tag etwas nostalgisch sein dürfen. Patrioten eben.

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