Fail-Compilation Oktober 2013 by Twister Nederland TNL

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Ehret die toten Geister

Was macht diese Schraube hier?

Man muss die Augen leicht zusammenkneifen, den Blick fokussieren und man sieht sie liegen. Von der Grösse eine Stecknadel liegt sie leicht schräg auf dem Empfangstresen. Für den einen ein Ding, welches man während eines Telefonats zwischen den Fingern zwirbelt, irgendwo wieder liegen lässt und bei Gelegenheit dem Abfall zuführt, für den anderen der berühmte Tropfen, welcher das Fass zum überlaufen bringt. Morgens um drei Minuten nach halb acht. Offizieller Arbeitsbeginn wäre um Punkt acht.

Die Temperamentenlehre mag wissenschaftlich überholt sein und dank ihrer Eingängigkeit Waldorfschultauglichkeit aufweisen, ich finde sie dennoch nicht verkehrt, zumal man in einem Betrieb doch alle vier antrifft.

temperamentenlehreDen Sanguiniker, welcher während eines Telefonats mit besagter Schraube seine Finger beschäftigt, trifft dabei auf den Choleriker; Eine unsäglicher Zusammenprall der Elemente. Der Sanguiniker weist derab vermehrt melancholische Verhaltensweisen auf, was das Human Resources-Management in eine eher phlegmatische Position treibt, um das althergebrachte Gleichnis zu vollenden.

Es war schon immer so.
Umstrukturierung, den Mitarbeiter in Prozesse einbinden, Verwantwortung übertragen, leistungsabhängige Entlöhnung, teambildende Anlässe; Der modernen Betriebsführung werden jede Menge Werkzeuge in die Finger gelegt um eine dynamische Firma auf dem Markt  und Arbeiter bei der Stange zu halten.
In gewisser Weise möchte man die menschliche Komponente fördern, vom Grillnachmittag mit Drei-Bein-Rennen bis zum Abschiedsapero für Paco den Speditionsesel.
In gewisser Weise steht die menschliche Komponente dem Fortschritt im Wege, denn bei jeglicher Bemühungen dem Betrieb die jugendliche Dynamik einzupflanzen, mit flacher bis keinerlei Hirarchie eine Gspürsch-Mi Atmosphäre zu schaffen, wird immer ein kleiner Raum mit einbezogen. Kein grosser, vielleicht ein oder zwei Personen breit. An diesem Raum hängt ein Schild „Das haben wir schon immer so gemacht“.
Dieser Raum ist nicht etwa im Keller, nein, er bildet den Nucleus und der gesamte neuorientierte, dynamische Betrieb rotiert um selbigen, um dem simpelsten physikalischen Gesetz Rechnung zu tragen, man geht den Weg des geringsten Widerstandes.
Bleiben wir bei den Griechen, einen Choleriker ruhig zu halten, ist die reinste Sisiphus-Arbeit oder in etwa so einfach, wie einer kleinen Katze eine Pille zu verabreichen. Je mehr man auf ihn zugeht, desto nichtiger werden einfach die Gründe, welche ihn zum totalen Ausrasten veranlassen.
Wenn ihr nun denkt, eine Schraube verquer auf der Theke wäre schon ein arges Vergehen und rechtfertige den Supergau, so darf ich anmerken, dass man durchaus auch durch die Decke gehen kann, wenn ein Arbeitsauftrag versehentlich doppelt auf Papier erscheint, weil zwei unabhängig agierende Personen zur gleichen Zeit denselben Gedanken verfolgten und die Print-Taste betätigen. In einer jugendlich dynamischen Firma kein Ding, kommt einer eben auf den Makulaturstapel, aber weil im Jahre des Herren 1956 mittels Matrizendrucker ein bläulicher Erlass verfasst wurde, wer des Morgens die Aufträge druckt, ist es eben dennoch ein Fauxpas par excellence.
Man hat es eben schon immer so gemacht.

Man könnte das tote Fleisch natürlich einfach entfernen. Nur weil ein hölzerner Pfosten seit Jahrzehnten in derselben Ecke liegt, hat man sich vielleicht an den Anblick gewöhnt, aber für die Statik des Gebäudes ist er so entbehrlich, wie das Kalenderblatt des Juli 84 mit dem erregenden Konterfei eines BU508, Transistor des Jahres.
Aber dieses Gewohnheitsrecht, man hat es eben schon immer so gemacht.
Der ist schon immer hier gewesen. Man muss ihn nehmen wie er ist. Er macht es ja schon richtig.
Die Intensität der Suche nach Argumenten für die Billigung seines Tuns steht im perversem Kontrast zum Vorwurf der Unflexibilität zu Handen der neuen Generation.

Die Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht-Eisenbahn fährt führerlos, gezogen vom Triebwagen der toten Geister im Passagierteil. Sie fährt einen Bogen um Metropolen und hält in Geisterstädten. Die Wagen rollen von der Schuster-Stadt durch das bleib-bei-deinen-Tal in die Leisten-Stadt.
Er fuhr schon immer dadurch, da soll er bleiben und im Schutz der Nostalgieblase bleiben seine Insassen geschützt.
Auf diese Bimmelbahn kann keiner mehr aufspringen, die Neuzugänge kurbeln auf der Draisine, Gefahr laufend, bei mangelnder Dynamik vom Toten-Geister-Express von den Schienen geworfen zu werden.

Man kann sich noch nicht einmal beschweren; Die Zahlen untermalen es.
Es ist schwarz auf weiss bewiesen; Die Bimmelbahn fährt Rendite ein, die Draisine vermag kaum das Fett für die Achswelle einzufahren.

Ein beinahe philosophischer Ansatz; Macht man das Falsche im richtigen Umfeld, oder das Richtige im falschen Umfeld.

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In Dr. Dukans Folterkammer

Eine Diät welche man wiederholen muss, kann so gut nicht sein, gebe ich Euch recht.

In der letzten Phase der Diät, die Stabilisierung, wurde ich schwach. Die Palette an zu geniessenden Lebensmittel wird so drastisch erweitert, die erlaubten Schlemmermahle so zahlreich angeboten, dass Erdnüsse und deren lieber Bruder, das Schokoummantelte M&Ms einen festen Platz in meinem Speiseplan erhalten haben. In Kombination mit Müssiggang, bewusstem Verweigern des täglichen Wiegevorgangs und erhöhtem Alkoholkonsum habe ich mich wieder auf stolze 72 Kilogramm hochgefressen. Langsam aber stetig.
Natürlich, man spürte es schon, aber als ich ein im April erstandenes Paar Hosen nicht mehr zu schliessen vermochte, war Handeln angesagt.
Dass an Dukan nichts auszusetzen ist, beweist mein Kollege, welcher die Stabilisierungsphase seriös durchgezogen hat und dessen Waage tatsächlich keine grossen Sprünge mehr macht, trotz normalisiertem Essverhalten.

Zurück auf Los, ziehe keine Viertausend ein.Die Angriffs- oder ich-verarsche-mich-selbst-Phase in der ersten Woche schlug voll ein. Es purzelten 2,3 Kilogramm.
Zeit Sport ins Programm aufzunehmen. Ein Online-Versand für Hantelgewichte, wie praktisch. Versandkostenfrei, was will man mehr. Natürlich würde ich regionale Händler berücksichtigen, aber es gibt nunmal keine.
Meine Neugierde wie die Pakete wohl zugestellt werden, wurde gestillt, als ich Freitag Abends meinem Briefkasten einen Zettel entnahm, ich möge in der örtlichen Volg-Filiale, welche seit kurzem auch die Poststelle betreibt, mehrere schwere Pakete abholen.
Ah, sie sind das; wurde mit bissigem Unterton bemerkt.
Hantel stemmen scheint mir auf dem Lande immer noch etwas verpönt. Wer nach Feierabend noch Gewichte stemmt, scheint zwangsläufig zu wenig zu arbeiten. Durch das Spalier versammelter Bauern, ein walk of shame, schiebe ich einen kleinen Wagen in den hinteren Bereich des Ladens.
Nochmals werden sie dies nicht herumschleppen und der Postbote hätte sich auch schon beschwert, bemerkte die Verkäuferin.
Stand ich in den heiligen Katakomben von frisch und nicht mehr so freundlich, lud die Gewichtsscheiben verpackt zu Dreierpaketen in den Einkaufswagen, welcher ächzend die Räder zu spreizen begann.
Mit schlingerndem Wägelchen wieder durch die Filiale, drei Verkäuferinnen im Schlepptau; Jawohl, der ist es!
Wären die Pakete wenigstens nicht mit all4fitness beschriftet gewesen, wäre ich noch ehrenvoll als Uranschmuggler oder Mineraliensammler durchgegangen, aber so…
Es fehlen mir noch diese oder jene kleinere Sachen, aber vom Onlineshopping bin ich geheilt, riskiere lieber, dass meine Hantelbank unter mir zerbröselt.

Laufschuhe mussten her. Die letzten waren hübsch, sportlich und bequem. Der Preis, einhundertsonstnochwas, zwei Achillessehnen und etwa fünfhundert Franken Physiorechnungen mit eher mangelhaftem Ergebnis.
Athleticum eben.
Ein Hoch auf den regionalen Händler.
Keine computergestützte Laufanalyse, nein, der gute Mann liess mich unter strengem Blick zum Amüsement der Passanten mit Gangsta-Mässig hochgerollten Jeans die Strasse rauf und runter rennen. In blauen Schuhen, roten Schuhen, gelben Schuhen, roten und blauen Schuhen, Grösse 8.5, Grösse 9, alles gemischt… Es war mir beinahe peinlich, geriet nahezu ins Schnaufen und der leere Dukanbauch grummelte die Begleitmusik.
Während mein Physio meinen Laufstil korrigieren wollte – ich neige anscheinend zum Modelschritt und solle die Füsse weiter auseinanderhalten – suchte der Verkäufer meinem abartigen Laufstil angepasste Schuhe. Deucht mich im Nachhinein eigentlich auch sinnvoller. Verwindungsfest wie ein Stahlträger, eine Fersendämpfung von der Elastizität eines Steines und siehe da, die Schmerzen liessen schon nach.
Von der Marke hatte ich noch nie gehört, farblich hätte ich was dezenteres gewählt, aber er sagte „Diesen da“ und ich kaufte diesen da. Das nenn ich einen guten Verkäufer.
Eine Achillessehne kann man nicht stützen. Herzlichen Dank, Herr Physiotherapeut.
Mit meiner zusätzlich erworbenen Achillessehnen-Prothese bin ich in den letzten zwei Wochen 43 km gelaufen, nahezu schmerzfrei.

brooks

Eigentlich stand einer weiteren Gewichtsabnahme nichts mehr im Wege. Dachte ich.
Mein Körper war anderer Meinung.
In der folgenden Woche nahm ich bei stetig erhöhtem Sportpensum und gleichzeitig reduzierter Nahrungsaufnahme wieder ein Kilogramm zu. Einerseits ein Frust, anderseits eine interessante Erfahrung. Die Dukandiät kalkuliert nicht ein, dass jemand 12 Tage Angriffsphase durchzieht, empfohlen sind 5 Tage. Aber nur so habe ich folgende Erkenntnis gewonnen, dass die ersten vier Tage der Körper in keiner Weise daran denkt, sich von irgendwelchen Depots zu ernähren. Da wird entwässert, jeglicher Schrott rausgeschwemmt und der leere Magen gewogen. Aber noch nichts dauerhaft abgenommen. Dann kommt einem der Organismus auf die Schliche und beginnt zu rebellieren. Einlagern was geht, nur nichts von den Reserven nehmen.
Ich fühlte mich, als würde die Bauchdecke vor Hunger gegen das Rückgrat klatschen und die Wiegeskala wanderte gemütlich hoch. Der reinste Psychoterror. Dann, am Tag 11 war der Damm gebrochen. Der Geist siegte über die Materie, der Körper kapitulierte. Von Freitag bis Sonntag fielen 2,1 Kilogramm der Verbrennung zum Opfer. Trotz eines unverschiebbaren üppigen Essens am Freitag Abend.
Nun widerstand ich dem Drang noch mehr zu hungern. In der Hoffnung, den Verbrennungsofen bei Laune zu halten, warf ich ordentlich Dukan-Konforme Nahrungsmittel ein, die Waage wird zeigen, ob die Theorie aufgeht.

Samstags ist Klassenzusammenkunft. Habe nichts aus meinem Leben gemacht, keine Frau, kein Kind, kein Haus, einen beschämenden Job; wenigstens möchte ich den Pummel von damals in die Verbannung senden und sportlich dynamisch in die Runde tanzen.sekundarschule

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Bitte erschiesst mich

Das Bild erscheine auf dem Südwestprogramm so blass, ich solle doch die Satellitenschüssel etwas schärfer ausrichten.

Werde ich gerne machen, aber die Ausrichtung der Satellitenschüssel hat auf die Schärfe des Bildes denselben Einfluss, wie die Versandart auf die Grösse eines bestellten Pullovers.

Seicht dudelt Jeopardy-Musik durch den Raum und Fragezeichen steigen gen Himmel

Wenn ich dies erledigt hätte, wäre ihm daran gelegen, dass ich die Satellitenschüssel nochmals ausrichte, der Kontrast auf dem Ersten Programm sei zu grell, insbesondere bei gelben Wänden.

Es wäre eine ganz ähnliche Sachlage, das Motiv einer Postkarte, die Windmühle oder griechische Küste, hätte keinen Zusammenhang mit der Versandart, ob nun Luftpost oder Postkutsche.

Er würde mir dann zeigen, wo die Satellitenschüssel platziert wäre.

Ab einem gewissen Alter scheint man immun gegen Anregungen von aussen zu sein, insbesondere, wenn dies von verhältnismässig jungen Leuten kommt.

Ob er einen Filzstift zu Hand hätte.
Wozu denn, möchte der rüstige Rentner wissen.
Ich würde ihm die Positionen markieren.
Welche Positionen denn.
Nun, je nachdem, ob er die blassen Abenteuer der Schwarzwaldfamilie Faller im Dritten, oder das kontrastreiche Morgenmagazin mit der gelben Wand im zweiten Programm verfolge, müsse ja die Satellitenschüssel nachjustiert werden.
Dies wäre aber ausserordentlich umständlich… Das Morgenmagazin wäre… dann die Fallers am Sonntag Abend… Eigentlich könnte er ja jeweils über Mittag die Satellitenschüssel einstellen, ob dies klappen würde.
Eigentlich schon, aber wenn jetzt während der Tagesthemen ein Bericht aus dem Morgenmagazin erscheine, kurz nachdem er die Dokumentation über die Oberammergauer Herrgottschnitzer auf dem Dritten verfolgt hätte und ob er die Farbintensität beim Meteo auch beachtet habe.
Ob er dann jedesmal beim Erscheinen einer gelben Wand…

Ich würde ihn nun in ein Geheimnis einweihen; Die Ausrichtung der Satellitenschüssel hätte keinen Einfluss auf die Bilddarstellung, ja, noch nicht einmal auf das ausgestrahlte Programm.
Ach?!?
Nichts desto trotz kontrollierte ich die Ausrichtung, man muss ja eine Rechnung schreiben.

Ja, jetzt wäre es aber viel schärfer!
Die Wirkung von Placebos darf man nicht unterschätzen.
Sehen sie, ich habe doch recht gehabt! Keinen Einfluss, pha, was verstehen sie schon davon!
Aber vielleicht könnte man noch etwas an der Farbeinstellung…

Grosser Fehler über, ich drückte die Menu-Taste.
Sehen sie die Positionen, hier wählen.
Erst auf das Schweizer Programm! und ist kurz davor mit seinen Wurstfingern einen Werksreset auszuführen.
Alte Leute und Fernbedienungen passen so gut zusammen wie verheiratete Frauen und alleinstehende Männer. Sieht erst ganz neckisch aus, aber auf die Dauer wird man keine Freude dran haben.
Dann drücken sie mal die 1.
Selbstverständlich drückt er die 1111, ein noch höherer Programmplatz wird nur durch die Software ausgebremst.
Sehen sie, wenn ich jetzt weiterschalte… 1… 2… 3… 4…. und tippt frohen Mutes den Programmplatz eintausendzweihundertvierundreissig, auf welchem soeben eine arabische Frau für 90 Drachmen pro Minute ihren Schleier lüftet.

Nur einmal drücken.
Mache ich ja! Man muss aufpassen wie ein Heftlimacher, dass eine solche Situation nicht ausartet.
Drücken sie doch hier. Die grosse Taste. Programmplatz rauf, Programmplatz runter.
Teletext, Tonwahl, PVR-Recording, Ton aus… Bisweilen habe ich das Gefühl, die Leute machen dies extra, überall wird gedrückt, nur nicht auf den gezeigten Tasten.

Also, hier ein, hier aus, da Schweizer, da ARD. Ist gut? Danke, auf Wiedersehen.
Aber mein Schwiegersohn hat gesagt…

1233946190538Der Kontrast, ich vergass.
Auf dem Bildschirm sind vier Pfeile. Untenstehend die Einblendung des Abbildes der Fernbedienung. Mit markierten Tasten.
Hoch und runter, auswählen des zu verändernden Wertes, links und rechts, den Wert ändern.
Jedes Oetker-Rezept ist komplexer, aber die wollen es nicht begreifen.
Sendersuchlauf, Tonmenü, Quellenwahl… Die finden Auswahlpunkte welche noch nicht einmal in der Bedienungsanleitung vermerkt sind.
Nach ewigem Drücken wählt der Herr die ursprünglichen Werte wieder und ist entzückt über das revolutionäre, neue Bild.

Ich bin zu alt für diese Scheisse.

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Von Mäusen, Raucherlungen und Schlitzern

Bei einer Scheidung soll der Mann den Anwalt seiner Gattin ebenfalls bezahlen, damit dieser einem möglichst gewissenhaft die Hosen runterlässt.
Klingt etwas populistisch, zugegeben.
Aber so wollen die linken Parteien den Asylsuchenden eine kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung stellen, damit diese gegen die beschleunigten Asylverfahren Einspruch erheben können.
Damit ich dies richtig verstehe; Das Asylwesen obliegt dem Bund, der Bund selber geht in weiser Voraussicht davon aus, dass er gegen diverse Gesetze verstossen wird und stellt daher dem Beklagten auch gleich einen Juristen zur Seite, damit dieser wiederum vom Bund bezahlt gegen den Bund auf das Schlachtfeld zieht.mausefalle


Staatliche Lohnvorschriften gefährden nicht nur Arbeitsplätze sondern auch Ausbildungsplätze!
Ja nee, ist klar Frau Müller-Buchser. Und der Borkenkäfer den Wald und Formaldehyd in Schrankwänden die Lungen. Nur juckt das kein Schwein, weil dies kein Thema mehr ist. In Schaffhausen findet man keine drei Lehranwärter um sich daraus einen vierten zu basteln, geschweige denn, dass ein Mangel an Ausbildungsplätzen bestünde, aber es kommt immer gut, wenn man die Sorgen um die Jugend schürt. Ganz allgemein und für die besorgte Mutter im Besonderen.

So ganz allgemein, wenn wir beim Thema sind. Schickt die 1:12-Initiative ins Nirvana. Es wird keinem Niedriglohn-Angestellten einen höheren Lohn bescheren damit der Direktor sein Millionengehalt herausziehen kann. Es geht lediglich um den verletzten Stolz aller Unterbezahlten. Stolz ist ein armseliger Ersatz für Intelligenz.


Verfaulte Füsse und Raucherlungen, welche mindestens 65% der Zigarettenpackung bedecken, sollen dafür sorgen, dass die Tabaksteuer künftig unter neuem Namen bei den Nichtrauchern eingetrieben wird.
Meinetwegen, setzt den Preis auf zehn Euro, die Schweiz soll mitziehen – plus dreizehn Prozent natürlich, wir sind ja reich – damit ich endlich mit dem Schmuggeln beginnen kann.enoch-thompsonAm tollsten wäre natürlich ein Ausrufen der Prohibition, aber wir wollen nicht unmässig sein.


Schon einmal von Mistra gehört? Lasst mich zitieren.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) entwickelt ein Managementinformationssystem Strasse und Strassenverkehr (MISTRA). MISTRA ist ein integratives, modular aufgebautes Informationssystem. Es besteht aus einem Basissystem und einem Datawarehouse (DWH) sowie verschiedenen angekoppelten Fachapplikationen. Das Basissystem stellt den Fachapplikationen georeferenzierte Daten und Basisfunktionalitäten zur Verfügung.

Ah ja. In meinen Augen liest sich dies wie ein digitaler Stadtplan mit einer elektronischen Agenda.
Das ASTRA sprach ein Budget von 43 Millionen dafür, die Entwickler haben bisher 95 Millionen Franken abgerechnet. Letzten April. Die Löhne der ASTRA seien jedoch noch nicht enthalten. Die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK rügt das Bundesamt für Strassen ASTRA. Das Astra gelobt Besserung, es seien bereits die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet worden.tante-pollyUnd jetzt verdrück dich, du Spitzbube.


Die Demokratie ist nicht notwendigerweise für jedes Land zu jeder Zeit das geeignetste politische System.
So sprach Mosley, wenn ich mich recht entsinne. Nicht der Max in der Nazi-Uniform aus der Formel 1, sondern Oswald der Faschist aus der New Party. Nichts desto trotz stimme ich ihm bei. Die Demokratie ist die vom Staat geschaffene Matrix um den Bürger in Vorspiegelung eines Mitspracherechts bei der Stange zu halten.

Die ganze Sache funktioniert ja so, dass der Bürger mit wehenden Fahnen und Trillerpfeifen eine Gesetzes- oder Verfassungsänderung an der Urne annimmt und unser gewähltes Parlament sich mit der Seelenruhe einer Riesenschildkröte an deren Umsetzung macht. Hier etwas angepasst, dort etwas gedruckst und nach drei Jahren, der Bürger hat den Initiativtext schon längst vergessen, wird irgendwas umgesetzt was durch den ungefähren Wortlaut der Initiative ähnelt.
Im Jahre des Herren 2010 stimmten wir über das Ausschaffungsgesetz für kriminelle Ausländer ab. Wir nahmen es übrigens an. Der Bund ist immernoch am wursteln, worauf die SVP nun eine erneute Volksinitiative zur Durchsetzung der Ausschaffungsinitiative eingereicht hat. Präzisiert; Eine Durchsetzung nach dem genauen Wortlaut, aufgrund dessen wir im Jahre 2010 nunsere Stimme in die Urne legten.

Der Bundesrat sieht noch die eine oder andere Änderung vor.
So darf ein Mann, welcher in unserem Land einen Schwinger aufschlitzt oder eure Tochter vergewaltigt nicht ausgeschafft werden, so er in seinem Land an Leib und Leben bedroht wäre. Oder unser Sozialsystem bereits einen seiner biologischen Nachkommen durchfüttert.
Kann er weder noch vorweisen, muss er für eine Ausweisung zu mindestens sechs Monaten verknackt werden, was bedeutet, dass im Endeffekt die Richter darüber befinden. Übrigens, nach fünf Jahren kann er bereits wieder an unsere Pforten klopfen, dann ist die Sache verjährt.

Unsere Bundesrätin des Verhältnisses Frau Sommaruga – wir entsinnen, Kinderschänder dürfen nicht fünf Jahre Knast erhalten bevor sie wieder mit Kindern arbeiten, weil der Kindsmord nur mit drei Jahren geahndet wird – fordert die Ausschaffung unter Berücksichtigung oberer Kriterien für Mörder und Vergewaltiger und verschärft für Steurbetrüger. Du kannst in der Schweiz tun und lassen was du willst, aber Finger weg vom Steuerbatzen des Vogtes!

Doch im Prinzip ist es egal was der Bund umsetzen will, letztenendes muss es der europäische Gerichtshof absegnen. Und wir wissen ja, wie gerne Flüchtlinge in die Schweiz geschoben werden.

A propos; Ich bin auch ein Sans-Papier. Meine ID ist vor geraumer Zeit abgelaufen, wurde mir erst in Paris gewahr. Fotos könne man auf dem Amt machen, meinte ein Kollege.fotoapparatUnd nun bitte 34 Minuten still sitzenbleiben.

Also setzte ich mich wie ein Teenie in den Fotokasten am Bahnhof. Wie praktisch, ein Programm führte mich step by step zum perfekten ID-konformen Bild. Ich lasse mich höchst ungern fotografieren. Dementsprechend drückte ich fünf mal auf wiederholen, bis ich mir eingestehen musste, es liegt wohl nicht am Apparat. Mit dem Bild stürmte ich auf das Gemeindeamt. Wollte stürmen. Öffnungszeiten von vier bis fünf Uhr. Verdammt, hätte mich doch als Gemeindeschreiber bewerben sollen.
Ihr Kopf ist zu gross Herr B..
Zum Glück habe ich mich nicht als Gemeindeschreiber beworben, es wäre mir nach der Absage zu peinlich am Schalter vorzusprechen.
Das Bild muss kleiner sein und sie zeigte mir die Folie, auf welcher meiner Ohren links und rechts weit über den Rand heraus ragten. Mein Gott; Ihr wollt mir doch nicht angeben, dass die das Originalfotodokument nehmen und 1:1 auf den Plastik packen? Photoshop Elements ist um die 200 Bucks bei PCP zu erwerben.
Nun gut, muss ich wohl nochmals in den Automaten sitzen. Wieder acht Franken futsch.

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