Feminismus als Untergang der menschlichen Spezies, oder meine Arschbombe in die Nesseln

Dem Zerwürfnis zweier Menschen kann vielerlei Vorschub leisten, doch muss man allen menschlichen Makeln auch noch künstliche erschaffene, jeglicher Vernunft entbehrenden Probleme nachschieben?

Der Feminismus ist der Kommunismus der Frauen, die unter der Tatsache ungleich verteilter Schönheit leiden.

An diesem Satz stört mich lediglich, dass er nicht meinen Gedanken entsprungen ist, Roger Köppel ist der sinnige Geist.
Der Feminismus, abgesehen davon, dass er das Leben als solches ungemein verkompliziert, wird zum Exzess getrieben, der Untergang unserer Spezies sein. Es ist, so sehr die Frau von heute dies verurteilt, nun einmal eine biologische in unserer DNA verankerte Notwendigkeit, das für die Weiterexistenz zwei Geschlechter benötigt werden. Der Akt ist die biologische Notwendigkeit, die Magie, welche dazu führt, der Zauber der Verbindung. Ein Zauber, welcher zu Grabe getragen wird, da sich die Menschen, getrieben von der stetigen Beweisführung der Unabhängigkeit, nicht mehr einander hingeben können.

Wenn ich mich umschaue scheint sich, mal ausgehend von der Gründung der Labour Party bis heute, die Emanzipation der Frau auf der Zielgeraden zu befinden.
Die Ablehnung gegen eine aufgehaltene Tür oder einer getragenen Sporttasche ist nur die Spitze des Eisbergs, des implementierten Unabhängigkeitsgedanken der neuen Generation. Während die Generation Schwarzer, eine faszinierende Frau, sich bei der Annahme solcher Aufmerksamkeiten erst darauf besinnen musste, dass dies als herablassende Geste empfunden werden könnte, sind deren Nachkommen bereits soweit geschult, dass die Ablehnung gegenüber solchem Tun eine intuitive Reaktion ist, ähnlich dem reflexartigen Zurückspringen vor einem heranrasenden Auto, obwohl man noch nie von einem solchen überrollt wurde.

Was erwartet uns mit der nächsten Generation, jetzt, da wohl noch Nachkommen gezüchtet werden, aber das klassische Familienbild dank der Unabhängigkeit der Frau jedoch keine existenzielle Notwendigkeit mehr, bestenfalls ein Relikt in den Geschichtsbüchern ist.
Es ist eine beidseitige Entwicklung, wobei mir der Gedanke der Kausalität näher liegt, da der Mann die Reaktion verkörpert. Aus dem Leben gegriffen darf ich wiedergeben, dass gerade bei jungen und erstmaligen Müttern das Mitwirken der Männer im gemeinsamen Haushalt vermisst wird. Ein faux-pass der Feministinnen. Es gibt Juristinnen für Frauenrecht, Meldestellen für unterdrückte Frauen und Tupperwarepartys zum Austausch von der Unzulänglichkeiten des Ernährers in den eigenen vier Wänden. Was fehlt sind Abendkurse für die Integration des Mannes in den modernen Haushalt. Die vielzitierte und heute oft vermisste Kinderstube gibt uns erste Regeln des angenehmen und geordneten Miteinander, der Umgang des Menschen mit den Menschen. Der Fehler in dieser überlieferten Verhaltensregel begründet darin, dass der Mann als Ernährer des Tages in der Salzmine schuftete, des Abends die Zeitung las und Pfeife rauchte und Ende Monat die Lohntüte nach Hause brachte. Die fürsorgende Mutter spielte mit den Kindern, ernährte sie, spendete Trost, brachte sich in spielerischen Aspekten ein, besorgte die Wäsche und erledigte den Haushalt.
Mit dieser Vorstellung von geregelter Arbeitsteilung wuchs der Mann, wie auch Frau, auf, es funktionierte, welch, oberfläch betrachtet, widere Aspekte, nicht zuletzt die gegenseitige Abhängigkeit, dieses System auch stützte.
Nun findet sich der Mann mit der Vorbereitungszeit von neun Monaten in der Rolle, welche einst sein Vater inne hatte und zieht damit den Unmut der Frau auf sich. Der Gender-Mainstream brachte es mit sich, dass der Mann die Möglichkeit erhalten sollte, unabhängig seines beruflichen Engagement, sich im Haushalt zu entfalten um seinerseits der Frau die Möglichkeit zu bieten, dank der neugewonnene Freiheit gen neue Ufer aufzubrechen, flügge zu werden, sich neu zu definieren.
Der Fehler lag darin, dass dieser Eingriff in die bewährte Praxis auf weiblicher Ebene zur Umsetzung frei gegeben wurde, jedoch niemand dem Mann die neue Rolle erklärt hatte.

Man kann Traditionen brechen, Gepflogenheiten ausmerzen, am System rütteln, doch eines bleibt bestehen. Die Naturgesetze. Und die besagen, dass eine Medaille zwei Seiten hat.
Ich möchte nicht sagen, dass der Mann dadurch befreit wird, dass er um das zu wählende Waschprogramm für bunte Hemden Bescheid weiss. Auch wenn uns Jamie Oliver zeigt, wie der Kochlöffel zu schwingen sei und lehrt, Gefallen an dieser Tätigkeit zu finden, resultiert darin noch nicht, eine völlig unabhängige Kreatur zu sein. Interessiert sich der Mann für Staubsauger und lässt sich von den Möglichkeiten faszinieren, belustigt dies eine Frau bestenfalls. Denn, obwohl Jahre der patriarchalischen Prägung radiert und neu geschrieben werden, ist es für die Frau unvorstellbar, dass der Mann, obwohl sie sich vehement gegen das klischeebehaftete Rollenbild wehrt, ihr bezüglich Waschmaschine, kochen und reinigen, jemals auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte. Man wirft den Vogel in die Luft, als dass er, dem ursprünglichen Wunsch entsprechend, fliegen möge, hält jedoch daran, dass er unweigerlich zu Boden klatschen muss, ignorierend der Tatsache, er schon längst majestetische Kreise zieht.

Das Problem begründet jedoch nicht darin, dass der Mann seine Hemden waschen und Ravioli zubereiten kann.
Die menschliche Psyche lebt vom Gefühl der Bestätigung. Gebraucht zu werden liefert den positiven Aspekt der Wertschätzung, ein Antrieb sich einzubringen, in jeglichen Bereichen des Lebens, vom Fussballspiel bis zur beruflichen Entwicklung.
Wird dem Menschen das Gefühl genommen, ein wertvoller Teil einer Symbiose zu sein, raubt man ihm die Existenz, er versteht sich bestenfalls als mitgetragener Ballast. Steter Tropfen hölt den Stein, das beständige Streben der Frau, dem Mann ihre unbedingte Unabhängigkeit zu beweisen, kann nur im Supergau enden. Die Koffer werden gepackt. Zugeschnürt mit der Akzeptanz, dass man in dieser Verbindung, enthoben jeglicher tragender Rolle keinen Nutzen mehr hat, oder mit dem letzten Mittel, dem Manne zu beweisen, ohne sein zutun besser agieren zu können und ihn aus der Konstellation zu verbannen. Die tierische Neigung den Partner nach dem Zeugungsakt zu verspeisen, erscheint einem hinsichtlich des menschlichen Psychokrieg direkt als humane Aktion.

Es ist ein physikalisches Gesetz, dass der Pfeil vor dem Abschuss über das Ziel gerichtet werden muss, daher strebt die Emanzipation der Frau nicht eine Gleichberechtigung, sondern eine Ablösung von der Tyrannei des Mannes an. Wenn der Gedanke der Gleichberechtigung noch so lobens und erstrebenswert erscheinen mag, geht verloren, dass der Mann nicht ein hölzerner Stock mit Federschaft, sondern ein agierendes Individum ist.

Erst war das Befremden, gegenüber der aufbäumenden Frau, von dieser als Abwehrhaltung verstanden, was sie noch mehr anstachelte. Gefolgt von einer gewissen verständnislosen Akzeptanz, die Bewegung erfuhr erste Bestätigung, Oberwasser, wie man im Volksmund sagt. Die vermeintliche Resignation, es schickt sich nicht mehr gegen Frauenquoten zu wettern und die konservative Familie zu loben, wird als Etappensieg verstanden und wir wissen was Menschen mit Macht wollen. Noch mehr Macht.

Dieses Schiff bewegt sich schon in gefährlichen Gewässern, die Sache läuft zunehmends aus dem Ruder.
Der Mann findet sich mit der neuen Situation ab, wird man im Beruf von einer Maschine ersetzt, stemmt man sich nicht um das Gefühl der persönlichen Notwendigkeit dagegen. Während die Frau noch immer mit jeder Faser ihres Körpers ihre Unabhängigkeit mitteilen möchte, jede Dankbarkeit eines Mannes Aktion gegenüber nur als Eingeständnis an die eigene Unzulänglichkeit verstehen kann, hat der Mann sich damit abgefunden, im Rollenspiel der Familie bestenfalls als Samenspender und Bankomat Verwendung zu finden und so er die Füsse schön still hält, allenfalls um des klassischen Familienbildes willen geduldet zu werden, obwohl auch dies der Veränderung unterworfen ist. Die Rolle des Portiers, während schon längst eine elektrische Schiebetür seine Arbeit verrichtet, eine Tätigkeit entbehrend jeglicher Befriedigung, von zehn Sekunden Augenrollen abgesehen.

Wollte, oder will, die Frau wirklich an dieses Ziel?
Wissentlich, dass ein Werben um die Dame lediglich dem verbliebenen Urtrieb, sich eines Samenstaus zu entledigen entspringt?
Die Befreiung aus einem eingebildeten Käfig, führte dazu, dass der Zauber der verbundenen Menschen einer sachlichen Ernüchterung wich. Die Magie verliert ihre Faszination, so man bemerkt, dass das Kaninchen stets in dem Hut sass und man sitzt in einer überteuerten Show von billigen Taschenspielertricks.

Bisweilen verfluche ich die Tatsache, dass ich hinter Vorhänge sehen und Erklärungen konstruieren muss, statt einfach blind durch das Leben zu tappsen.

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Fail-Compilation – August/September 2013 by Twister Nederland TNL

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Wer isch da? Wa tuet de? Wo ghört de ane?

Man müsste mich wohl ausschaffen, hätte ich nicht unter dem wehenden Schweizer Banner das Licht der Welt erblickt.
Meine Integrationsbemühungen fielen dieses Wochenende wieder einmal mehr als dürftig aus.

Das Dorf war eine Festhütte, mein Schlafzimmer quasi mittendrin. Was bietet sich anderes an, als sich mitten ins Getümmel zu stürzen?
Genau, im Keller mit der Dolby Digital-Anlage die lustigen Flippers im Hause nebenan zu übertönen.
Abgesehen davon, dass mir schon die minimale Anzahl an sozialen Kontakten fehlt um ein solches Fest standesgemäss zu besuchen, ist mein Gesäss nicht direkt für Festbänke ausgelegt. Links der Meier, rechts der Müller. Einmal T-Shirt Schützenverein, einmal Turnverein und eine Mütze des GVS. „Haha, der Heiri het e Chappe aa!“
Leicht vornübergebeugt, die Hand lässig um einen Plastikbecher mit alkoholversetzten Traubensaft gekrallt, wird belangloses Stammtischgeplänkel ausgetauscht.
„Und du? Wa tuesch? Wo ghörsch ane?“
Oder anders ausgedrückt, was macht dieser fremde Fötzel hier, der war noch nie am Fest, hat noch nicht einmal ein Vereinsshirt. Er hat schon recht, der Heiri, hier gehöre ich nicht hin, bisweilen wird man einfach zu solchen Sachen gezwungen oder fühlt sich genötigt mitzumachen.
Links der Meier, rechts der Müller, schon der richtige Einstieg in die 38,5 Zentimeter breite Lücke auf dem Festbank will gekonnt sein. Haut man nun dem Meier oder Müller die Füsse um die Ohren, wem drücke ich mein Gemächt an den Arm und von wem lasse ich mich rektal mit der Schulter penetrieren, eine Gretchenfrage. Wenn man irgendwie mit einem Hüpfer auf den Bank gelangen könnte, aber ich würde gewiss mit dem Knie die Metallstrebe des Tisches rammen, dass alle ihre Plastikbecher halten müssten.
„Hesch gseh, de Fremd isch an Tisch ghocket. Wer isch da? Wa tuet de? Wo ghört de ane?“festgelage

Hat man sich erst platziert, gilt es das Servierpersonal am Rockzipfel zu erwischen, dass sie einem Trauben oder Gerstensaft kredenzen möge. Sie kennt den Meier, sie kennt den Müller, der dazwischen geht einfach unter.
Ist man doch an die Tranksame gelangt, haben Meier und Müller mittlerweile festgestellt, dass man mit dem Typ überhaupt nicht ins Gespräch kommen kann. Er kennt niemand, wirkt nirgends mit und „was er tuet“ will er auch nicht wirklich sagen.
Auf der Bühne ist die Band sich am selbst verwirklichen. Im wechselnden vier-Farben-Spot geben sie Schlager zum Besten und wecken mit Steppenwolf und Bryan Adams zwischendurch den Rocker im Bauern. Wenn man ganz grosses Glück hat zischt noch eine Polonaise vorbei, nötigt einem mitzumachen. Ermuntert von Meier und Müller – nicht zuletzt, weil sie die 38.5 Zentimeter des Bankes gerne unter sich aufteilen möchten – fasst man ein Bierfass auf zwei Beinen an den Schultern, marschiert im Schunkel-Gleichschritt, bis die lustige Heidi feststellt, dass fünf Leute nicht ausreichen, die Peinlichkeit des Schunkeln durch die Anzahl mitgerissenen Festlatschis wett zu machen und unter peinlichem Lachen löst sich die Kette auf. Während die Teilnehmer verlegen kratzend und beschämt lachend in den Kreis ihrer Lieben zurückkehren, müsste ich feststellen, dass meine 38.5 Zentimeter tatsächlich unter Meiers und Müllers Gesäss verschwunden sind, mit etwas Glück steht noch die Bierflasche da.
Man tappst etwas planlos umher, stellt sich in eine Ecke und vermisst sehnlichst den Glimmstengel um sich daran festzuhalten.

Man muss wohl einfach dazu gestrickt sein um ein solches Fest zu geniessen. Oder sich ordentlich zuschütten.

Doch das ist nicht der einzige Part, am Sonntag darauf kann man gsunntiget (Im Sonntags-Gewand) durch das Dorf flanieren. Vereine und Organisationen sorgen für Allerlei Kurzweil und Köstlichkeiten. Leicht verkatert trifft der Meier den Müller und man sitzt – heute in Hemd und Hose, es sei denn man arbeitet, dann natürlich im Vereinsshirt – in die Raclettestube. Also wieder auf einen Festbank.
Man schlendert durch das Dorf, für eine Strecke welche man in drei Minuten zurück legen könnte, braucht man deren fünfundvierzig. Allenthalben stolpert man über einen springenden Balg, eine hinterherwetzende Mutter oder in die zugehörige Gruppe, sich austauschender Familienväter. Oh ja, ich darf so reden, war ich ein sehr gesittetes Kind, herumtoben in einer Menschenmasse wurde nicht geduldet, sei es nun das Dorffest oder die Migros.
Zur Linken kann man Heidis Fertigkeit mit dem Kartoffelstempel auf dem Jutesack bewundern, zur Rechten darf man Ziegen streicheln und drei Schritte weiter Bälle auf eine Mohrenkopfschleuder werfen. Alles ganz gewiss tolle Sachen, so man ordentlich einen Sitzen hat.
Es ist wie an Weihnachten, man muss wohl Kinder haben um dies so richtig auszuleben. So wird man also durch das Dorf geschoben und gezogen, geht man zu schnell wirkt man arrogant, weil man Friedas feil gebotene Stickereien nur mit einem flüchtigen Blick bedacht, zuckelt man zu langsam, fragen sich die Leute, wer dieser schleichende Typ sei. „Wer isch da? Wa tuet de? Wo ghört de ane?“
Über kurz oder lang sitzt man wieder an einem Festbank. Nuckelt wieder Bier, überlegt sich schon wo hier überhaupt die Toiletten sind, löffelt eine als Älplermakronen feil gebotene Masse aus einem Plastikteller und stellt fest, dass man wiederum keinem Gespräch folgen kann.
Wie bei der Integration, man muss sich schon etwas vorbereiten. Also den Meier und den Müller sollte man schon kennen und die letzten drei Monate an Dorfklatsch zumindest fragmentweise präsent haben. Man muss keine Titelstory aus dem Ärmel schütten, vom Hören Sagen lernt man Lügen; Eigentlich kann man zum Besten geben was man will, sofern man hinzufügen kann, der hats gesagt.
Sollte der einmal darauf angesprochen werden, muss dieser sich höchstens an drei Schlagworte erinnern, den Rest hat man dann eben sonstwo gehört. Letztendlich wird sowieso alles mit „Hä, isch halt scho e Dorf“ quittiert, also ist völlig irrelevant, was man hinzu dichtet, da dies jeder so hält.

Oh, ich verurteile die Leute nicht, keineswegs. Die Fragen sich völlig zu recht „Wer isch da? Wa tuet de? Wo ghört de ane?“, das ist ihre Welt, da gehöre ich nicht hinein.

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Presseschau Woche 39, zweiter Teil

Wieviel Burkas mitsamt Trägerin haben  sie in ihrem Alltag schon getroffen? Ich noch keine, obwohl ich doch in der touristischen Hochburg schlechthin lebe. Wenn die Rheinfallbetreiber vom Blick auch nicht extra befragt wurden.burka-verbotWir werden Pleite gehen! Wie nach der Minarett-Abstimmung auch schon.
Wenn man hüben und drüben keine Burka sieht, fragt sich natürlich, welchen Sinn ein Verbot ergibt.
Ich sehe es mehr als symbolischen Akt. Man kann sich drücken und zieren, im Gegensatz zu unserer Regierung hat das Volk nun einmal den Eindruck, das Boot ist voll. Nur kann das Volk unserer Regierung herzlich wenig entgegenstellen – absurd, da die Regierung durch sogenannte Volksvertreter gebildet wird – und so schiesst man eben kleine symbolische Spitzen.
Das Volk meint, wir wollen keine Fremden mehr und sind es leid uns anzupassen, formuliert dies jedoch nicht direkt. Schliesslich gibt es da ein Anti-Rassismusgesetz. Die Regierung weiss, dass das Volk keine Fremden mehr will und es leid ist, sich anzupassen, will es aber nicht wahrhaben. Schliesslich gibt es da noch Brüssel und Europa.
Und so diskutiert man wie in einer schlechten Ehe um den heissen Brei herum, man führt Debatten über Menschenrechte und Religionsfreiheit, wissentlich, dass man den Schwelbrand der Ungemach ignoriert.
Ich war noch nie in einem islam-geprägtem Land, dahingehend bin ich konsequent. Leute welche hier über schnauzbärtige und kopftuchtragende Türken schimpfen, im Herbst jedoch für 500 Franken Pauschalurlaub in Izmir buchen, empfinde ich als ein wenig flatterhaft.
Aber wie sieht es in Hurghada aus? Darf da die Dame im Minirock oder transparenten Sommerkleidchen flanieren?

aegypten-empfehlungen

Meine bescheidene Meinung, die Schweizer sind sehr tolerant.
Nebenbei, dürfte ich im Batmankostüm durch die Strassen rennen, wenn DC meine Religion wäre?

Das man überhaupt darüber diskutiert, ob Pädophile mit Kindern arbeiten sollen, lässt mich an der Zurechnungsfähigkeit unserer Politiker zweifeln.
Wieviele Taschendiebe erhalten eine Stelle in einer Bank? Aber nach der Meinung des Ständerats, soll ein Mann welcher durch den Anblick von Kindern stimuliert wird, wieder den Schwimmlehrer machen.
Und Vergewaltiger erhalten Reitstunden.

Guido Barilla hat sich in die Nesseln gesetzt.
Er möchte keine Homosexuellen in seiner Werbung, Famiglia alla Barilla sei die Politik. Wenn dies Schwulen und Lesben nicht passe, sollen sie halt andere Pasta essen. Basta. Finde ich so durchaus vertretbar, ist sein gutes Recht, mal ein Mann der Eier hat.
Trotzdem löste er einen sogenannten Shit-Storm aus.
Wäre Heidi auf der Milchpackung plötzlich ein japanisches Mädchen in Schuluniform und der Peter würde Strausse hüten, würde dies Pädophilen und Sodomisten (dies gibt wieder google-Traffic) wohl ansprechen, die Migros würde doch gewiss anmerken, dass dies nicht in die Werbekampagne passt und keiner würde sich stören.
Aber Schwule, Schwarze und Juden sind die Minderheiten, auf welche es stets Rücksicht zu nehmen gilt und welche in alles einbezogen werden müssen. Passend oder nicht passend, hauptsache angepasst. So fordert Naomi Campbell, Supermodel der 90er, auch mehr schwarze Models. Quotenregelung in der Modellbranche. So viele weisse, schwarze, dicke, dünne, hässliche, hübsche…

Zuletzt noch dies, the sexiest man alive 2008 ist Schweizer!hugh-jackmanNein, ich bin nicht schwul, aber Hugh Jackman ist Hugh Jackman und ausserdem Wolverine.
Gemäss Blick haben sich seine Eltern in Interlaken kennengelernt, der Skilehrer und die Schülerin. Dumme Konstellation, aber dies ist ein anderes Thema. Wohl waren die Erzeuger des Mannes der Männer Briten und geboren wurde er in Australien, aber dennoch, dies reicht dem geltungssüchtigen Ländle nördlich der Alpen schon aus. Schaffhauser haben schon viel fadenscheiniger Promis zum Einheimischen erklärt.

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Presseschau Woche 39, erster Teil

Was ein Glück, in Luzern darf die Kindergartentante in Hochdeutsch unterrichten.
Richtig, wir beginnen unsere Presseschau am Montag mit den Abstimmungen. Dürfen in Hochdeutsch; Als Bünzli verstehe ich darunter, „rede wie dir de Schnabel gwachse isch“, sprich, in Luzern hat anscheinend bereits die Kindergartentante – dieser Ausdruck ist in keiner Weise abwertend gemeint, gegenteilig, die Kindergärtnerin (konservativ, aber m.E ist dies ein Job welcher nur von Frauen ausgeübt werden sollte, ein Mann kann dies einfach nicht) ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Entwicklung und die Bezeichnung „Tante“ soll nur den schon beinahe familiären Bezug charakterisieren – einen Migrationshintergrund. Wo führt dies noch hin?
Fortschrittlich ist da der Kanton Zürich mit der vorgeschriebenen Mundart im Kindergarten. Die Schriftsprache, das sogenannte Hochdeutsch, hat während meiner Kindheit in der ersten Klasse langsam Einzug gehalten. In homöopathischen Dosen. Und trotzdem steckt unsere Generation in Sachen Ausdrucksweise und Wortwahl die schulischen Nachkommen noch in die Tasche. Diese ganze Frühförderentwicklung scheint mir eher ein verzweifelter Versuch zu sein, ein Abtropfsieb mittels zehn Finger abzudichten.

Es werde kein Geld auf Vorrat beschafft, so verteidigt Frau Leuthard Dienstags die Preiserhöhung der Autobahnvignette. Für den Strassenbau liegt anscheinend eine Reserve von über einer Milliarde Franken rum – muss man sich mal vorstellen -, fällt das Konto unter die Milliardenschwelle, in etwa 2016, bezahlen wir 100 Franken für die Nutzung unserer Autobahnen.
Das sind die Strassen mit den grünen Tafeln, was uns von Resteuropa unterscheidet, und letztendlich das einzig verbliebene Indiz ist, dass man sich auf einer Strasse bewegt, deren Tempolimit bei 120 km/h begrenzt wäre. Als würde man einem Apfel vorschreiben, er solle gegen Boden fallen und nicht in den Himmel steigen; Es ist schlichtweg unmöglich an der Unterkante dieses Limits auch nur zu kratzen. Aber dies ist eine andere Thematik.
Eine Spezialfinanzierung ist diese teurere Vignette, eine moderate Erhöhung und letztendlich liege die letzte Erhöhung 18 Jahre zurück.
Ein tolles Argument; Es ist mir neu, dass die Erhöhung von Steuern und Abgaben auch eine grundsätzliche Alterserscheinung sind, aber auch Schaffhausen argumentierte so, dazu später mehr.
Die Vignette soll also um 60% erhöht werden, die Teuerung und ein eventueller Lohnausgleich machten in den letzten 18 Jahren jedoch gerade einmal 12.5 % aus. Des weiteren seien die Gebühren in Frankreich viel höher, ein weiterer Grund uns anzupassen. Muss der Big Mac nun im Preis steigen, weil das Rindsmedaillon in der Fischerzunft vier mal so teuer ist?
Und sind alle Strassen fertig und blitzeblank, wird die Vignette wieder günstiger? Es soll ja kein Geld auf Vorrat beschafft werden.
Die Vignette muss einfach umbenannt werden; Da erinnere ich gerne an eine andere Einnahmequelle.
Ursprünglich erhob man eine Kriegssteuer für Witwen und Waisen. Der Krieg war durch, also wurde es eine ausserordentliche Kriegssteuer. Auch dies war irgendwann veraltet, also nannte man sie die Krisensteuer. Hossa, ein Schnauzbart rasselte wieder mit dem Säbel, ab sofort zog man die Wehrsteuer ein. Danke Captain America, der Krieg wurde beendet, und Uncle Sam guckte Europa fortan auf die Finger.
Unsere Kriegstreiberei beschränkte sich eigentlich auf den Einzug der Kriegssteuer.
Die letzte internationale Schlacht mit eidgenössischer Beteiligung war 1799 als sich im Muotatal Eidgenossen, Franzosen und Russen auf die Blechhelme gaben. Danach gaben sich die Eidgenossen und Katholiken nur noch innerhalb des Landes auf die Birne und vom (unabsichtlichen?) Abschuss einiger deutschen und allierten Maschinen durch die Schweizer Armee (wir rätseln heute noch, warum die Allierten Bomben auf die arme Schweiz warfen) hielten wir uns, zumindest in kriegstreiberischer Hinsicht, aus internationalen Konflikten raus.
Grundsätzlich wäre die Rolle der Schweiz im zweiten Weltkrieg durchaus einmal einen Blog wert.
marcel-pilet-golazUnser politischer Aussenminister Marcel Pilet-Golaz von 1940 bis 1944.

Aber ich weiche ab; die Kriege waren durch, wohin, respektive woher, nun mit der Steuer. Ihr wisst was kommt; Auf eurem jährlichen Einzahlungsschein bezahlt ihr die Geister der Soldaten, Witwen und Waisen unter dem Namen direkte Bundessteuer. Man muss bisweilen etwas flexibel sein.

Wenn wir beim Kriegstreiben sind; Söldnerfirmen sind in der Schweiz pro forma verboten. Heikle Aufträge müssen beim Amt für Auswärtige Angelegenheiten gemeldet werden.soeldnerfirmen-schweiz

Schaffhauser Tourismus wurde das Geld gekürzt. Harte Zeiten brechen gemäss Beat Hedinger an. Von den gesprochenen 450’000 Franken gehen 73% an das Personal, meine Recherche ergab – ohne 12:1 oder so – ein durchschnittliches Jahressalär von 15’642.-.
Da lebt sichs wirklich nicht wie die Made im Speck.
Über Stellenprozente habe ich mich nun nicht erkundigt, aber alleine fünf Personen geben am Schalter Schaffhausen Prospekte aus. In dem kleinen Holzcontainer am Rheinfall stehen sich weitere sechs Personen auf den Füssen rum, inklusive Leiter und stellvertretendem Leiter. In Stein am Rhein, der wirklich schönen Ecke in Schaffhausen, darf man bei einer drei-Personen-Besetzung doch schon beinahe von chronischer Überlastung sprechen.
Darüber wird gewiss im Back-Office referiert, welches mit sieben Personen bestückt ist.

An dieser Stelle wollte ich einen vernichtenden Vergleich mit Interlaken anstellen, aber dieses Tourismus-Büro ist gar mit 35 Leuten besetzt.
Ehrlich, der Tourismus muss ein hartes Business sein.

Die Arbeit des ordentlichen Schweizers ist schwierig zu bewerten, aber gewiss nicht im Minumum 4000 Franken wert.  Am Mittwoch wurde uns mitgeteilt, dass 31 unserer Standesvertreter 13 Stimmen gebodigt hatten, welche dagegen vorgehen wollten, dass ein Vollbeschäftigter noch Sozialhilfe beziehen müsse um überleben zu können.
Es sei wichtig, dass wir Arbeitnehmer beschäftigen, deren Lohn nicht zum überleben reiche; Besser ein schlechter Lohn als gar kein Job, so zum Beispiel This Jenny, Inhaber der Hoch- und Tiefbauunternehmung Toneatti & Co und Neat-Beisitzer.
Dank tiefem Lohn fänden auch schlecht Qualifizierte einen Job, die könnten sonst gar nicht arbeiten.
Überzeugende Argumente, nicht wahr?
Ein Mindestlohn gefährde die Arbeitsplätze!
Da kann ich nicht ganz folgen. Statt der Putze 4000 zu löhnen bringt der CEO dann seine Frau zur Arbeit, oder wie muss ich mir dies vorstellen? Oder er gibt das Klo zur Reinigung nach China?
Es ist eine Gratwanderung, gebe ich zu. Aber es ist doch ein Armutszeugnis, dass die reiche Schweiz (Durchschnittslohn 2010: 6500.-) es nicht fertig bringt, die Arbeitnehmer ausreichend zu entlöhnen?
Meines Erachtens fehlt es einfach am Willen.
Die Betroffenen leben ja nicht automatisch in Armut, so Pirmin Bischof, der Sprecher der Kommission, denn der Tieflohn sei häufig das Zweiteinkommen in einer Familie und verhindere gerade die Armut. Wieder ein tolles Argument, Armutszeugnisse, wohin ich schaue. Damit eine Familie überhaupt existieren kann, müssen beide Eltern arbeiten. Kein Wunder ärgern wir uns über verzogene Schlüsselkinder, wo bleibt den Platz für eine Erziehung? In der Krippe, zusammen mit Migrantenzöglingen?
Zu guter Letzt der Herr Minder, ich mag ihn ja eigentlich, welcher den Coiffeusen-Vergleich bringt. So eine Coiffeuse vernünftig entlöhnt werden würde, müssten die Salons schliessen. Also ich würde beim nächsten Friseurbesuch gut auf meine Ohrläppchen achten Herr Minder.
Aber er bringt die Sache auf den Punkt; Wenn die Coiffeusen privat Haare schneiden, ginge dem Staat Geld durch die Lappen.
Die ganze Sache finde ich mehr als peinlich.

Ich stelle fest; Auch eine Geschichte, bei welcher ich nur an der Oberfläche kratze. Führte ich kürzlich gute Gespräche, unter anderem mit einer Arbeitgeberin „Willst du deinem Feind Böses, so wünsche ihm Angestellte“ oder mit einem Firmeninhaber, welcher ausserordentlich schlecht auf Gewerkschaften zu sprechen war. Ich schätze es, wenn man mit sympathischen Personen nicht einer Meinung ist, nur so entsteht eine Diskussion.

In diesem Sinne beschliesse ich die halbe Presseschau.

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