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Geschützt: Ein ganz normaler Freitag
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Mal eben etwas Geld zum Fenster raus schmeissen
Ich glaube, Und bin gestützt auf mächt’ge Gründ‘, ihr seid mein Feind…
Nach elf Jahren habe ich meinen Turnbeutel an den Nagel gehängt.
Kein Abschiedsbuffet, kein Pomp, ich bin einfach nicht mehr hingegangen. Sollte ich in anderen Bereichen für einen hübschen Montag auch einmal ins Auge fassen.
Es mag ein masochistischer Zug von mir sein, ich hasse Sport mit jeder Faser meines Körpers, doch statt dem Neukauf einer hübschen Couch und einem Jahresvorrat Chips, suchte ich ein neues Fitnesscenter.
Zahle einen Drittel des Jahrespreises, trainiere einen Viertel des Jahres. Die Frühlingstemperaturen werden heuer durch Reibungshitze manifestiert, warum sich nicht auch hier über den Tisch ziehen lassen, also suchte ich das MFit auf.
Nach erstmaliger Ignoranz und anschliessender Wartezeit, kam eine Dame mit Klemmbrett und Fragebogen. Standardfragen, mich deucht, die Kreuze waren schon vorgedruckt.
Standard wie der Gang zur Beinpresse, obwohl ich kund tat, es läge mir am Freihantel-Training.
Nun gut, dann hätte ich wenigstens gerne eine Maschine für Bizeps und Trizeps. Ich wurde auf den Bauchtrainier verfrachtet. Entweder war die Dame dumm wie hundert Meter Feldweg oder von der Konzernleitung wurde ein DIN 456#-Trainingsplan ausgegeben. Individuell einheitlich für Schnäppchenkunden.
Ich wünschte Schulterübungen, drückte die Brust, wollte den Rücken stärken, trainierte die Waden. Kurz bevor ich ihr das tolle Klemmbrett um die Ohren schlug, hiess sie mich 30 Minuten auf dem Laufband rennen.
An sich würde ich draussen schon genug laufen…
Die müsse so sein, wegen der Ausgewogenheit des Trainingsplans und überhaupt, diesen hätte ich akribisch zu führen.
Heute liess ich ihn hübsch im Hängeregister liegen und pustete den Staub von den Freihanteln, packte die eine oder andere noch aus und entfernte die Preisschilder von der Hantelbank. Die Gewichte sind wohl auf Reha und Rückbildungsgymnastik ausgelegt, enden dort, wo sie im alten Center begonnen haben.
In der Not frisst der Teufel fliegen, begann zu jonglieren und rechnete stets mit einer Intervention seitens des Tresens, von welchem aus ich schon mit Argusaugen überwacht wurden.
Auch die alten Herrschaften hielten inne beim Golf-Abschlag-Training und geführtem Klimmzugtraining, um diesen komischen Neuankömmling zu betrachten.
Was zum Teufel trieb ich da?
Als es mir zu langweilig wurde – Entertainment wird klein geschrieben, unterhalten wird sich im Flüsterton und aus den Lautsprechern drang mit sanften 0,3 Dezibell Mozart an mein Ohr – begab ich mich auf das Laufband.
Etwas Fernseh gucken, man muss auch was Positives bemerken. Müsste sich mal ein Techniker anschauen, ausser Kinderkanal und Super-RTL war nicht viel zu sehen. Flugs das Gerät gewechselt, als mich die Fitness-Beamten aufforderten selbiges wieder zu verlassen. In ihrer Mitte führten sie einen Sauerstoffrüssel und angehängter Dame mit sich, welche zum Fitness-Check auf dem Band etwas gehen sollte.
Ach leckt mich doch am Arsch…
Ich studiere derweil die AGB, wie ich mit geringem Kollateralschaden aus dieser Scheisse wieder rauskomme.
Veröffentlicht unter Vom Leben und gelebt werden
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Hopp an die Urne
Am 9. Juni des laufenden Jahres darf das Schweizer Volk einmal mehr seine Meinung kundtun und mittels zweier, respektive vierer Buchstaben, über die Revision des Asylgesetzes befinden.
Im Ansatz freiwillig, bis auf einen kleinen Kanton im Norden, welcher den Bürgern mit einer Strafe droht, so sie dem Aufruf der Meinungsbildung nicht zu folgen gedenken.
Das heisst, im Prinzip pflegen wir eine demokratische Staatsform – die Fassade pflegen wir zumindest gegenüber dem Rest der Welt – aber dadurch, dass die Bürger unter Androhung von einer Busse gezwungen werden, sich mit Staat und Regierung auseinander zu setzen und sich aktiv an der Bildung des Staates zu beteiligen, erfüllen wir eigentlich die Bedingungen einer Diktatur, im genauen, der totalitären Staatsform.
Witzig, die freiheitsliebenden Schweizer; Im Besonderen, da wir selber darüber bestummen haben, wir möchten gebüsst werden, wenn wir uns der Stimmpflicht entziehen.
Die Asylgesetzrevision. Praktischerweise wurde ein Teil bereits umgesetzt, es war gemäss Parlament sehr dringlich, über den Rest dürfen wir nun befinden.
Ein Kernpunkt ist das rasche, materielle Verfahren.
Ich habe mir die Finger wund gegoogelt. Die Beschwerdefrist wurde um die Hälfte auf 15 Tage gekürzt. Soweit so gut, aber wo finde ich den materiellen Teil? Mir schwebte da eine Abfindung, ein Reisebatzen oder ähnliches vor. Doch es wurde nirgends definiert, so jemand fündig wird, besten Dank im Voraus.
Des weiteren dürfen Pazifisten, Feiglinge und Wehrdienstverweigerer kein Asyl mehr beantragen. Es sei denn, es ergäben sich „ernsthafte Nachteile“ (Zitat) daraus, oder der Verweigerer stammt aus Eritrea. Unterm Strich ändert sich hier also nichts.
Als letzte westliche Nation schaffen wir das Botschaftsgesuch ab. Sprich, der Asylsuchende kann nicht mehr mal eben in seinem Heimatland ans Tor unseres botschaftlichen Hoheitsgebiet klopfen und Einlass in das Land, in welchem Milch und Honig fliesst erbitten.
Es sei denn, der Hilfe Suchende sei an Leib und Leben bedroht, da wird eine Ausnahme gemacht. Unterm Strich ändert sich hier also nichts.
Es werden Kuschelknasts gebaut. So der Asylsuchende sich hier so wohl fühlt, dass er beginnt sich über die Gepflogenheit der Gastfreundschaft und unsere kleinlichen Gesetze zu setzen, kommt er in ein spezielles Haus.
So kann er des Nachts in Buch (SH) nicht mal eben die Unterkunft verlassen um sich an einer Hausfrau zu vergehen, er wird im Quartier Ebnat, Schaffhausen, untergebracht und des Nachts wird die Tür geschlossen.
Der Einfachheit halber könnte man den Herren auch mit einem Fusstritt in sein Land zurück beordern, aber was würden unsere Nachbarn denken und wenn, so wird die Stiefelspitze zumindest mit bis zu dreitausend Franken gepolstert.
Erwachsene, die sich bereits im Empfangszentrum des Bundes für die freiwillige Rückkehr entscheiden, erhalten 500 Franken pro Person, Kinder 250 Franken. Dazu kommt, wenn nötig und ärztlich bescheinigt, Geld für medizinische Behandlungen. In Härtefällen übernimmt der Bund weitere Kosten, etwa für die Renovation eines Hauses. Dieselben Konditionen haben Asylbewerber, die weniger als drei Monate in der Schweiz waren. Erwachsene und Kinder, die länger als drei Monate hier lebten, erhalten 1000 respektive 500 Franken pro Person. Kantonale Stellen können zusätzliche Hilfe von maximal 3000 Franken pro Person gewähren, in Härtefällen auch mehr. Rückkehrhilfe gibt es auch für berufliche Projekte oder Ausbildungen. Dazu müssen die Betroffenen ein detailliertes Projekt einreichen.
Tages Anzeiger, Januar 2012
Unterm Strich kann man sagen, schlecht haben es die Flüchtlinge nicht bei uns.
Doch sobald eine Initiative einen sozialen Brennpunkt aufgreift sind die Linken und Alternativen mit dem Referendum nicht weit. Aus Prinzip wie mir scheint.
Das „unter spezielle Aufsicht stellen“ von renitenten Asylbewerbern sei unmenschlich, zudem wird gefordert, dass die Botschaften noch immer mit einem Check-In-Schalter für Dienstverweigerer aufwarten.
Seit jeher sind wir ein fleissiges, hart arbeitendes Volk, diese Tradition wird aufrecht erhalten. Wir leben in einem Wohlstand, für welchen wir uns bei niemandem entschuldigen, noch rechtfertigen müssen.
Wir haben ein soziales Gewissen und gewähren notleidenden Menschen Zuflucht. Nicht einfach eine Baracke und einen Teller Suppe. Asylbewerber erhalten Unterkunft und Essen, medizinische Hilfe, Sicherheit, Taschengeld und so sie zurück gehen, einen ordentlichen Batzen für den Neustart.
Doch dies scheint nicht genug zu sein, noch immer sind wir ein Volk von Fremdenhassern, so man der Regierung glaubt.
Unterkünfte welche dem Schweizer Armeeangehörigen gut genug zu sein haben, werden in Bezug auf Asylbewerber als menschenunwürdig eingestuft und es werden Alternativen gesucht. Wie zum Beispiel das Hotel Rustico in Laax. Existenzielle Bedenken des vom Tourismus lebenden Ortes werden von Staates Wegen abgewunken, selbst ein Erwerb der besagten Immobilie durch den Bergbahnenbetreiber Gurtner wird von der Regierung verboten.
Asylbewerber werden zugewiesen, den betroffenen Ortschaften soll das Mitspracherecht entzogen werden.
Den Unmut über die Asylpolitik der Regierung richtet sich zwangsläufig gegen die zwangszugeteilten Asylbewerber, was den Linken natürlich wieder Wasser auf die Mühlen schüttet und jeder verärgerte Bürger ist zwangsläufig ein Rassist.
Werden im Zuge der bedingungslosen Gastfreundschaft die Regeln und Anliegen des Gastgebers mit Füssen getreten, kann ihm keiner verübeln, über kurz oder lang der Gäste überdrüssig zu sein.
Was immer wir auf den Stimmzettel schreiben, die gesamte Revision ist dehnbarer als eine Lakritzstange, man kann nichts falsch machen, es wird nach wie vor am Volke vorbei gemauschelt. Nun einfach mit unserem Segen.
Zum Thema passend, wird der politischen Korrektheit Rechnung getragen und die kleine Hexe neu aufgelegt.
Aus „Negerlein“ und „Türken“ werden nun Messerwerfer und Cowboys.
Gewiss, wir sprechen bei Otfried Preusslers Werk nicht von einem bedeutenden Klassiker der Weltliteratur, dennoch scheint mir nun ein Präzedenzfall geschaffen worden zu sein.
Man beginnt Bücher, welche beinahe 60 Jahre Bestand hatten umzuschreiben, damit sie in die neue Zeit passen. In eine Zeit, welche sich Anpassung und Toleranz so auf die Fahne geschrieben hat, dass das Biegen und Winden der rückgratlosen Gesellschaft selbiger in Sachen flatterhaftigkeit in keiner Weise mehr nachsteht.
Kapitän Ahab’s Pequod wird von Greenpeace versenkt, Robinson Crusoe baut Freitag eine Asylunterkunft und nicht zuletzt wird die Bibel komplett umgeschrieben, um der modernen Frau als solches Rechnung zu tragen und der Emanzipation auch den religiösen Rückhalt zu bieten.
Veröffentlicht unter Ein Hauch Politik, Kurz nachgedacht
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Meine Woche und das Intelligenzblatt
Schaffhausen erhält nun also ein Stadion.
Über die Verkleinerung sind alle so glücklich und alle haben sich so lieb, dass man sich fragt, warum es jemals grösser hätte sein sollen.
Die ganze Geschichte fand ich bereits im Vorfeld amüsant, als vor einem Jahr die Baubewilligung auszulaufen drohte, falls nicht endlich jemand welcher nicht Dubach oder Fontana hiess mehr als einen symbolischen Spaten in das Erdreich drücken würde. Und so zog eines Nachmittags ein einsamer Bagger seine Bahnen, schob drei Büsche und etwas Erdreich zusammen. Der Bau hat begonnen.
Am 31. Mai 2012 lief dann die Baubewilligung doch aus und der Baggerfahrer erhielt ein verlängertes Wochenende.
Nun kostet der Spass nur noch 41 Millionen, die Ladenflächen werden lediglich an Lipo und Lidl – mal im Ernst, wusstet ihr, dass es noch ein Möbelhaus namens Lipo gibt und um Himmels Willen, wer kauft da ein? – vermietet, was die Schaffhauser Altstadt Detaillisten freut, da sie keine Umsatzeinbussen befürchten.
Bauen in Schaffhausen wirkt auf mich stets, wie das Spielen im Sandkasten. Bevor der Turm ordentlich aus dem Eimerchen auf die Burg gestülpt wird, ruft Mutti zum Essen und hernach hat man keine Lust mehr.
Man baut ein Multiplexkino, welches auch nach dreizehn Jahren nicht fertig erscheint. Man zieht die Leute in die verlassene Gegend des Herblingertal, bietet jedoch um das Lichtspielhaus keinerlei Rahmenprogramm, es sei denn man ist Fitnessbegeistert oder schätzt die muggelige Atmosphäre einer Fabrikhalle in der Black-Out-Lounge. Ein Bowling-Center wurde nach drei Spatenstichen gebodigt, also fahren die Schaffhauser weiter nach Singen.
Ein McDrive war im Gespräch – unbestätigten Gerüchten zufolge – aber die Beschilderung hätte so dezent ausfallen müssen, dass das Restaurant nur für Insider zugänglich war, worauf der Fast-Food-Riese gerne verzichtete und die Burger-Fans fahren weiterhin nach Singen oder Winterthur, da die Stadt-Filiale für Autofahrer nahezu unerreichbar ist.
Ikea konnte man nicht für den FCS-Park gewinnen – unbestätigten Gerüchten zufolge hätte man in Schaffhausen die grosse, blaue Fassade nicht gerne gesehen – also werden die Schaffhauser weiterhin nach Dietlikon und Spreitenbach fahren.
Aber eines bleibt der Schaffhauser Regierung; Sie brauchen nicht zu befürchten, jemals das Gejammer über die Fremd-Shopping-Mentalität einstellen zu müssen.
Des weitern im Intelligenzblatt, wieder drei Seiten Tierheim. Es ist mir bewusst, ich setze mich in die Nesseln, aber mal ehrlich; Man hat es langsam gelesen. Natürlich ist es tragisch, aber die tägliche Berichterstattung bringt kein Büsi zurück und die Spendebereitschaft wird auch nicht erhöht, indem man mir die Tragik stündlich im die Ohren schlägt. Hinter vorgehaltener Hand hört man auch hier und da, es wäre langsam genug. Umständehalber schenke ich mir den Vergleich mit Pferden und der Bühne…
Erfreulich aber, dass die Spendenaktion innert drei Tagen eine Summe zusammenbrachte, für welche Radio Munot ansonsten den ganzen Monat Dezember jammert, bettelt und auf Knien winselt. Die heimischen, lokalen Belange scheinen den Schaffhausern doch noch näher zuliegen, als eine Berufsschule in Kamutanga oder eine Bohnenplantage in Timbuktu. By the way, wie läuft es in Kamutanga, ich habe nie mehr was gehört. Jemand hat das Geld sicher dankend entgegengenommen, sofern noch viel davon über blieb, nachdem Radio Munot-Mitarbeiter wiederholt und zu vielen in die Region reisten um sich ein Bild von der Situation zu machen, uga-uga-Stimmen aufzuzeichnen um hier ordentlich an unser Wir-Sind-So-Reich-Und-Undankbar-Gefühl zu appellieren.
Ich würde gerne sagen, ich bleibe dran, aber so sehr interessiert es mich auch wieder nicht.
Meine Blogs seien rassistisch, wurde mir mitgeteilt.
Nahm ich mir zu Herzen und überlegte kurz. Eigentlich sind meine Blogs nur Erfahrungsberichte. Wenn ich nun mit Ausländern vorwiegend schlechte Erfahrungen mache und mir die ganz Lieben, welche leider im selben Topf landen, nur in homöopathischen Dosen über den Weg laufen, bin ich dann rassistisch? Mich deucht, ich lästere über Schweizer nicht weniger ab, aber da stört sich niemand. Ist wohl eine politische Sache. Las ich in Ottfried Preusser’s kleiner Hexe schon von Negern, bevor ich in meiner kindlichen Naivität überhaupt wusste, dass dieser Ausdruck böse sei. Spreche ich heute von einem Neger, bin ich ein Rassist, obwohl dem Ausdruck doch erst politisch der rassistische Beigeschmack angehängt wurde.
Oder der Kanake, im 19. Jahrhundert eine schmeichelnde Bezeichnung unter Seefahrern für besonders treue und fähige Kameraden wurde plötzlich zum Schimpfwort bestummen, dessen Gebrauch heute wohl als Straftat im Sinne des Antirassismusgesetzes geahndet wird. Die moderne Gesellschaft setzt ein opportunistisches Denken voraus, welchem man lediglich zugute halten kann, dass wir in einer Schlangenlinie, denn der direkten Gerade, in den Abgrund fahren.
Lange Einleitung, kurzer Sinn; Die Muslimas dürfen in einem Ganzkörperanzug in das Schwimmbad springen, ein sogeannter Burkini. Klingt sexy.
Als ich ein kleiner Junge war, wurde ich gescholten, wenn ich ohne Dusche, verschwitzt in das Bassin sprang. Nur Schweine duschen nicht, stand bei den dafür vorgesehenen, sanitären Einrichtungen.
Nun schwitzen die ganzkörperverhüllten Mädchen ihre Burkini voll und waschen das Teil hernach in meinem Schwimmbecken aus. Langsam machen die Schweizer Fortschritte, was ihre Integration im Schweiz-der-Toleranz anbelangt.
Wenn wir schon bei der Schule sind; Skitage sollen vom Bund nicht subventioniert werden.
Natürlich, Skifahren war einst Nationalsport, natürlich, längst nicht alle Familien können sich mehr Skiurlaub leisten, natürlich, die Jugend wird immer fauler und bewegungsärmer, natürlich, die Schweizer Skigebiete könnten Unterstützung gebrauchen, aber; Der administrative Aufwand wäre einfach zu gross und steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Da hoffe ich doch, dass die 45 Millionen Kohäsionszahlung als Schweizer Starthilfe für Kroatien in die EU keinen grossen Aufwand mit sich bringen.
Würde es etwas ändern, wenn Du und ich den Bundesrat wählen? Wohl kaum, nehmen wir Thomas Minder aus, haben wir schon bei den übrigen Räten und Volksvertretern kein gutes Händchen. Zumindest ich nicht.
Christoph Blocher hat seine Abwahl gewiss überwunden, aber die SVP kämpft immer noch mit dem verletzten Stolz, gibt sich rebellisch, als Winkelried des Bauern und manövriert sich mit dieser Initiative etwas in Abseits.
Ja, ich kann durchaus auch objektiv sein.
So, damit beschliesse ich die kurze Presseschau.
Veröffentlicht unter Presseschau
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And now, the end is near
Im Grundsatz gäbe es Anlass zum feiern.
Heute ist der letzte Tag meiner Dukan-Diät. Theoretisch, Dukanier bleibt man ein Leben lang, aber die letzte Phase, die lebenslange Erhaltungsphase, unterscheidet sich nicht gross von den Ernährungsgewohnheiten der normalen Menschen. Es wird lediglich jeder Donnerstag ein reiner Protein-Tag eingelegt. Dieser erinnert einem stets an die Entbehrungen, soll einem ermahnen, die Ernährung vernünftig zu gestalten und hat eine gewisse entschlackende Wirkung. Es sei denn, wie diese Woche, man hat Tags zuvor Chicken Nuggets mit Pommes Frites, natürlich an Mayo und Ketchup, sowie ein Ben & Jerry’s genossen; Da ist der morgendliche Waagengang sehr ernüchternd um nicht zu sagen, frustrierend.
Leider spiegelt dieses Ergebnis meine letzte Phase wieder. Erwartungsgemäss fand ich die Balance nicht, zwischen gestatteten Lebensmittel, verbotener Lebensmittel und dem vernünftigen Mass der zu verzehrenden Menge, was darin resultierte, dass ich wieder in den alternierenden Rhytmus – Fressattacke trifft Hungerkur – verfiel. Doktor Dukan hatte schon recht, es ist die härteste Phase. Zwei Schlemmermahlzeiten sowie zwei stärkehaltige Beilagen die Woche, jeden Tag Gemüse, täglich bis vier Dukan-Kekse, täglich Brot und Käse… Das ist mehr als ich früher jemals gegessen habe, sollte ein Klacks sein.
Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen.
Man nimmt wieder soziale Kontakte wahr, wird auch einmal zum Essen geladen. Doch eigentlich hat man sein Schlemmermahl bereits seit Tagen vor Augen und das Schlemmermahl soll nun nicht das Abendessen sein, zu welchem man spontan geladen wurde und schon hat man eine Mahlzeit mehr, welche man sich mit allen Mitteln gutzureden versucht.
Man nimmt heute keine Kekse, dafür etwas Schokolade und sei es nur ein Löffelchen Nutella. Dann gibt es noch die Dukan-Nutella, die ist lieb, da darf man auch zwei Löffelchen nehmen. Ich darf Alkohol trinken, hier stehen die Erdnüsse in einer Schale, kurz überlegen, was man tagsüber gegessen hat; Eigentlich nichts, diesen kleinen Snack verträgt es, also rein mit den Nüssen.
Das ist der Fluch. Man weiss genau, keine Kohlenhydrate am Abend, dieser Teelöffel Salz schlägt dank seiner wasserspeichernden Wirkung mit frustrierenden Wiegeresultaten auf die Stimmung und dennoch macht man es.
Der böse Jojo-Effekt – wir sprechen von explosiver Gewichtszunahme – blieb aus, diesen Erfolg darf ich verzeichnen. Was ich über Ernährung gelernt habe, war die Fastenmonate allemal wert.
Die Dukan-Diät funktioniert und fasziniert Leute, alleine in meinem bescheidenen sozialen Umfeld haben vier Personen damit begonnen und mein Diätpartner und Coach hat seine Dukan-Bibel schon länger nicht mehr gesehen, da sie unter Neugierigen die Runde macht.
Bild ist wohl geteilter Meinung, mal positiv…
Je nachdem, woher der Wind weht und wie die Wölkchen am Himmel stehen.
Man muss sich einfach bewusst sein, Dukan gestattet keine Ausnahmen. Legt man Donnerstag als Protein-Tag fest, ist dieser einzuhalten. Donnerstag ist nicht Mittwoch und nicht Freitag. Bei der Schlemmermahlzeit keinen Nachschlag holen bedeutet nicht, dass der Teller unter der aufgeladenen Menge bersten soll und direkt mit der Gabel in die Schüssel ist ebenfalls ein Nachschlag.
Es gibt klare Richtlinien, kein Pillepalle-Gefüge und genau dies sagt mir eigentlich zu. Was für ein Lichtblick in unser opportunistischen, stimmungsgelenkten Welt.
Heute also der letzte Tag, aber noch nicht am Ende habe ich entschieden. Ich hatte ein Gewicht erreicht, bei welchem ich mich wohlfühlte und dies war vor 1500 Gramm. Natürlich könnte ich ein paar Proteintage einlegen und ich hätte es erreicht. Aber mit dem instabilen, diätgeschwächten Organismus würde ich dann in die freien Pfingsttage mit Schirmchendrink und Morgenbuffet starten.
Der Jojo-Effekt wäre nicht mehr aufzufangen.
Dies kann sich gleich jeder merken, welcher drei Tage vor dem Sonnenwochende hungern will um in der Badehose eine gute Figur zu machen, ihr würdet die drei Tage den ganzen Sommer verfluchen. Man kann in drei Tagen zwei bis drei Kilo verlieren, speziell wenn der Körper nicht diätgeschwächt ist, das ist kein Thema. Drei Kilo erfordern 30 Tage Stabilisierungsphase. Dreissig Tage, dies ist ein Monat oder ein Drittel des Sommers. Ohne Eis, ohne Wassermelone, ohne Pizza im Freien, ohne Campari-Soda oder was sonst immer das Leben lebenswert macht. Muss man nicht, aber drei ausgeben und sechs erhalten mag in der Finanzwelt lukrativ sein, auf der Waage ist es deprimierend.
Klingt blöd, ist aber so und wenn ich es mir so überlege, erscheint mir mein wohlfeiler Plan schon wieder sehr dumm. Aber, wenn ich es jetzt nicht anpacke, dann werde ich es wohl nie mehr schaffen.
Also, nach den Pfingsten starte ich Dukan neu und ich freue mich darauf, ganz ehrlich. Beinahe wehmütig blicke ich auf die Entbehrungen der ersten Wochen zurück und im selben Masse beschleicht mich der Scham, wenn ich auf den letzten Monat zurückblicke. Nicht, dass ich eine masochistische Veranlagung hätte, aber die Disziplin welche ich, welche wir, an den Tag legten erfüllt mich schon etwas mit Stolz und ich würde mir gerne nochmals beweisen, dass ich es packe.
Veröffentlicht unter Strong Enough, Vom Leben und gelebt werden
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