Meine Woche und das Intelligenzblatt

Montag: Die Jugendlichen organisieren sich, in schützenden Gruppen sei man unterwegs. Da in Schlafhausen die Messer locker sitzen, die Fäuste schneller fliegen und manch einsamer Passant als Handy- und Portemonnaietechnischer Selbstbedienungsladen betrachtet wird, befragt das Schaffhauser Intelligenzblatt das samstägliche Partyvolk, betreffend ihrer Ängste und Sorgen.
Nun, man fühle sich grundsätzlich sicher. Klar, die Jacke, Handy und Geldbörse trägt man mit Vorteil an einer Schnur um den Hals und der Dzemal schlägt zu wenn einer die Freundin von jemanden in der Gruppe anmacht; Ist etwas verwirrend zu lesen, aber solange man zwei gesunde Fäuste hat, muss man sich nicht grossartig artikulieren können. Die Isa sagt, die Sicherheit sei top, während die Robin alleine keinen Schritt machen würde, man ist sich einig, dass man sich uneins ist.
Derweil bemerkt die Lya einen Mann, welcher sie aus einer Seitengasse anstarrt und während dessen den Kaspar schneuzt. Die Flöte ausklopft. Fünf gegen Willi spielt. Einen von der Palme wedelt. Quetschkommode spielt.
Eine Tür weiter muss Demir, 19, soeben mit einem Typen nach draussen gehen um ein Problem zu lösen.
Aber man kann nicht sagen, dass die Polizei nichts macht. Da wäre einerseits dieses Sicherheit vermittelnde Plakat…dont-kill-the-party… und nicht zu vergessen die Radarkontrolle auf der Thayngerstrasse, sowie der äusserst erfolgreiche Einsatz gegen ein frisiertes Kleinkraftrad.

Dienstag: Die Schaffhauser Verkehrsteilnehmer müssen im Kanton Schaffhausen immer und überall mit einer Kontrolle rechnen; So Martin Tanner, Chef der Verkehrspolizei. Gut, nicht morgens um zwei Uhr, wenn man in der Repfergasse ein Messer an der Kehle hat, aber mittwoch Nachmittags auf der Strecke nach Neunkirch, ja da kann es schon passieren.
Nur deswegen werden die Todesfälle auf unseren Strassen laufend reduziert
Wo wir schon beim Staat sind; teambildende Anlässe unserer Regierung müssen nicht das lokale Gewerbe berücksichtigen. Unser Steuergeld wurde entrichtet, daher hat es uns nicht mehr zu interessieren, ob die Angestellten den Batzen ennet der Grenze verprassen; Es ist schon dreist, dass wir uns überhaupt Gedanken machen!

Mittwoch: Zur Ehrrettung des kleinen Herrn Landolt; Der Leserbriefschreiber Egon Möckli aus Schaffhausen hat recherchiert. Die letzten Jahre wurde ein Polizeibeamter/Polizeisprecher pensioniert und durch einen Polizeibeamten und einen Polizeisprecher ersetzt. Muss ein gutes Gefühl sein, wenn man geht und gleich zwei Personen müssen einem ersetzen, wird gewiss noch gesteigert, wenn der Polizeisprecher nun kürzlich gar noch eine vollamtliche Stellvertreterin erhalten hat. Des weiteren wird gerade ein Stabschef, Sozialleistungen 200’000.- im Jahr, gesucht. Also einfach so aus den Fingern gesogen hat sich der Herr Landolt dies nicht und ich mache mich wohl gerade einer Gesetzesübertretung schuldig, da ich doch von Frau Widmer-Gysel explizit angewiesen wurde, die Zahlen zu vergessen.
Wie zu erwarten hat sich der Dr. Zapper, TV-Junkie und nervender Kolumnist des Schaffhauser Intelligenzblattes, über den modernen, hektischen Tatort mit Till Schweiger mokiert. Tja, willkommen in der neuen Welt, Herr Dr. Zapper, abonniere doch einmal Digital-TV bei der Sasag, du würdest erstaunt sein, wieviele Sender es neben ARD und SRF 1 noch gibt.
A propos, die Unabhängige Beschwerde Instanz (UBI) kritisiert die ARENA-Sendung über das bedingungslose Grundeinkommen. Initiert von einer Dame aus der Ostschweiz. Frau Doktor Zapper? Die Sendung habe die Belange der Frau als solches nicht behandelt, obwohl genügend Sendezeit zur Verfügung gestanden hätte, auf Frauen einzugehen. Dadurch sei das rundfunkrechtliche Sachgerechtigkeitsgebot verletzt worden.
Aufgrund der mangelnden Berücksichtigung der Bedürfnisse der Frauen als solches, sei es dem Zuschauer unmöglich eine Meinung zu bilden.
Sachen gibts…
Kürzlich berichtete das Format Gesundheit auf SRF 1 über die Menopause. Gerade als Mann empfand ich, dass auf mich ungenügend eingegangen wurde. Ich werde mich beschweren.

Abseits der Presse fuhr ich Bus.
Erdreistete mich, beim Chauffeur ein Billet zu ersteigern, was übrigens 20 Rappen günstiger geworden ist. Die folgenden drei Gäste wurden nicht sehr zuvorkommend bedient, gäbe es doch im hinteren Teil einen Billetautomat. Wusste ich auch nicht, offen gesagt. Um dem Plan nicht hinterher zu kriechen, fuhr der Chauffeur los, während er am Touchscreen Billette auswählte, Geld zählte und mit einem Studenten über die Fähigkeit diskutierte, sich im bewegenden Bus am Automaten ein Billet zu ziehen.
Wo ist der Martin Tanner wenn man ihn braucht, Kontrollen überall und jederzeit für’n Arsch dachte ich, als der Linienbus in Schlangenlinie durch Löhningen fuhr, während links und rechts Kinder am Strassenrand auf dem Weg zur Schule waren. Ob ein Buschauffeur seinen Führerschein auch auf der Stelle abgeben muss? Und welchen Sinn macht dies überhaupt bei einem Raser, welcher aus gesundheitlichen Aspekten noch befähigt wäre, seinen Wagen nach Hause zu lenken?
An jeder Kreuzung zweifelte ich die Bremsfähigkeit dieses 20-Tonnen-Ungetüms an. Aufgrund eines tragischen Unfalles wurde der Verkehr umgeleitet, nahezu lückenlos kanalisiert. Der Busfahrer verzweifelte beinahe beim einfädeln. Ich war etwas hin und hergerissen. Als er so versuchte, sein rollendes Verkehrshindernis in die Kolonne zu bringen und ihm keiner Platz machte, las ich deutlich in seinen Zügen; ‚Aber… Aber, ich bin doch der Bus, ich darf mich doch hier rein drängeln, machen wir doch alle so.‘
Der Autolenker in mir genoss die Schadenfreude, dass sich auch Busfahrer für einmal an das Strassenverkehrsgesetz halten müssen, der Mensch in mir bemerkte, dass man mit diesem Kreuzfahrtschiff auf Rädern wohl einfach ein Arschloch sein muss, um in den überfüllten Strassen vom Fleck zu kommen. Und Schnauz sowie Brille tragen.
Ich kam heil und bestens unterhalten an.

Donnerstag: Wir erhalten einen neuen Papst.papstwahlEin guter sei er, ein bescheidener lieber Mann.

Freitag: Die Erbschaftssteuer wurde verhandelt, die AHV soll unterstützt werden. Wenn ich dies richtig verstehe; Nehmen wir meinen Vater als Erblasser. Er hat das Geld verdient und Einkommenssteuer entrichtet. Vielleicht aufgehäuft, dafür Vermögenssteuer entrichtet. Lässt sich die Pensionskasse auszahlen und bezahlt nochmals eine Einkommenssteuer. Nun scheidet er dahin, Gott möge es verhindern, überlässt mir seinen Sparstrumpf und ich entrichte für den Groschen die Erbschaftssteuer. Diese wird der AHV zuteil, welcher er doch soeben durch sein Hinscheiden einen Batzen gespart hat. Eigentlich erstaunlich, wie oft der Staat bei einem und demselben Franken zugreifen kann.
Der Kanton hat nun Angst, dass er mit dem Tod meines Vaters kein Geld mehr verdient, da mit der AHV der Staat zum grossen Handkuss kommt.
Wo wir gleich beim Geld verdienen sind; Auf der Breite soll die von Autofahrern finanzierte Strasse wiederum an dieselben Autofahrer vermietet werden, indem sie gegen Gebühr ihr Auto auf besagter Strasse parkieren dürfen.

Samstag: Die Regierung ist etwas hin und hergerissen. Es sollen neue Tests für Volksinitiativen her. Im Grundsatz geht es darum, ob der Volkeswillen oder die Erwartungen der umliegenden Länder höher gewichtet werden sollen. Um jeglicher Diskussion aus dem Wege zu gehen, geht das Bestreben in die Richtung, Volksinitiativen welche unserer Regierung nicht in den Kram passen gleich von vornherein abzulehnen. Auch eine Form von Demokratie, agiert die Regierung doch als unsere Vertretung, also gibt es nichts zu beanstanden.
Des weiteren steht zur Verhandlung, ob wir unsere Kampfjets mieten statt kaufen. Wo wir gleich dabei sein, warum nicht alles Kriegsmaterial zumieten? Könnte natürlich problematisch werden, da unser Kriegsministerium dazu neigt, Panzer gleich zu Hunderten zu verlieren und betreffend Sturmgewehre kann man sich bisweilen auch um mehrere Tausend irren.
Meine Bedenken; Sollten wir die Jets wirklich einmal ihrer gedachten Aufgabe – dem Kriegseinsatz – zuführen und sie nicht nur als Spielzeug der Kampfpiloten verwenden, könnte es doch je nach Krisenherd zur Frage werden, ob der Mietvertrag noch Gültigkeit hätte. Wäre ja, als würde ich in der Repfergasse morgens um halb zwei dem Albaner mein Taschenmesser leihen, dass er es mir an die Kehle halten möge.
Herr Thomas Hurter beschäftigt jedoch mehr die Frage, was die Schweden mit den Mieteinnahmen machen. Ob Saab das Geld benutzt und in die Entwicklung investiert. Der Schweiz wurde zugesichtert, dass wir uns nicht an den Entwicklungskosten beteiligen müssen.
Was steckt hier für eine Logik dahinter? Würde ich meinem Vermieter auch kein neues Auto kaufen. Aber wenn er mit meinen Mieteinnahmen ein neues Auto kauft, ist mir dies doch erstens einerlei und hat mich zweitens nicht zu interessieren.
Politik ist ein merkwürdiges Pflaster.

Und nochmals zum Geld verdienen; Der Bund verlangt auf Bestreben der Linken von den AKW-Betreibern eine „Ups-da-ist-was-kaputt-gegangen=Supergau“-Prämie.
Was denkt ihr, wer diese Prämie bezahlt? Axpo & Co, oder Du und Ich…? Hmmm…
Da habt ihr der Atomlobby aber mal so richtig an’s Bein gepieselt.

So, das wars dann auch.

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Haben sie das Memo nicht erhalten?

Es war so gegen halb zehn, als ich von vier Personen hörte, dass der Schnupperlehrling beschäftigt werden müsste. Im drei Minuten-Takt.
Beim ersten dachte ich ‚jaja‘, beim zweiten schoss mir ’schon gehört durch den Kopf‘, beim dritten, ’sag mal, wollt ihr mich verarschen‘, gegenüber dem vierten wurde der Gedanke in akustische Schallwellen gehüllt, ‚er sollte seine verdammte Fresse halten und sich um seinen eigenen Scheiss kümmern‘.
Unglücklicherweise traf es das Firmensensibelchen, dementsprechend war er den Rest des Tages bedrückt, geknickt und man wollte ihm ein Taschentuch reichen, wann immer er den Weg kreuzte.
Zudem hatte ich auf dem Handy einen Anruf in Abwesenheit; Ich verwette meinen Allerwertesten, es drehte sich darum, dass der Schnupperlehrling beschäftigt werden sollte.
Oder um die TPS-Reporte.

Es ist schon merkwürdig wie Prioritäten gesetzt werden.

Es gibt Hersteller, welche metallene Schränke bauen. In etwa sechzig Zentimeter hoch und fünzig breit. Diese kann man an der Wand befestigern, diverse elektronische Geräte in selbigem festschrauben und dank eines Deckels unbefugte Hände fern halten. Da diese Geräte mit diversen Kabel verbunden werden, war der Hersteller so klug, in den Kasten ein Öffnung zu schneiden.
Nun kann man besagten Schrank drehen und wenden; Als praktisch veranlagter Mensch, drehe ich den Kasten so herum, dass die Öffnung bei dem wandseitigen Auslass zu liegen kommt, in diesem Fall gegen die Decke gerichtet.
Soweit der Praktiker.
Der Herr auf dem Sessel hatte diesbezüglich ganz andere Vorstellungen. In feinster Masai Barfuss Technologie muss er hin und her gewippt sein, den Kopf entgegengesetzt geschüttelt haben. Das Schloss war an der Oberkante des Schrankes, das konnte so nicht richtig sein. Wohl hätte Gimli der Zwerg den Kaba-Schliesszylinder erreicht, aber dennoch, das Schloss durfte nicht oben sein.
Auch wenn es keinen pausiblen Grund dafür gab, man kann Jahre der Tradition nicht über den Haufen werfen. Der beistehende ex-jugoslawische Mitarbeiter konnte da nur beipflichten, dass selbst das Doppelkinn zustimmend wabbelte. Wer kriecht kann nicht stolpern und wie kann man sich besser in Szene setzen, als die Umstehenden in Misskredit zu bringen.
Wohlan, so sass ich heute auf einem solchen Kasten und bohrte Löcher in die eine Seite und suchte hernach Platten um die Öffnungen an der gegenüberliegenden Seite zu schliessen.

Ich stehe morgens ganz besonders gerne auf, wenn es solch sinnvolle Arbeiten zu verrichten gilt.

Im Zuge der sinnlosen Tätigkeiten und der Selbstprofilierung fühlt sich – wohl von Minder’s Erfolg angespornt – unser Nationalrat Thomas Hurter berufen, sich ebenfalls ein Denkmal zu setzen.
Man solle auf Autobahnen rechts überholen dürfen. Dies um den Stau zu bekämpfen. Wohl dürfe man laut Gesetz in einer Kolonne rechts überholen, es sei aber unklar, was eine Kolonne sei, so Hurter.
Wer rechts fahre, gerate in Stress, wenn die linke Kolonne stoppe. Dieses Stresspotential würde entfallen, alles wäre viel einfacher wenn diese Regelung aufgehoben werde.
Natürlich wäre es weiterhin verboten, in einer Kolonne nach rechts zu schwenken und zu überholen…

Mol doch, klingt einfach.

Auch unsere Neuhauser Schildbürger setzen zum neuen Geniestreich an.
Neuhausen soll attraktiver werden, für das Gewerbe und um neue Anwohner anzulocken.
Dafür müsse man die Steuern erhöhen.

So aus der Hüfte; Mir fällt auch kein besseres Lockmittel ein, als ein hoher Steuersatz. Vielleicht wäre am Gemeindhaus noch ein neues Eingangsportal zu schlagen, damit man das Alte zumauern kann. Oder als Abkürzung ein Endloskreisel um das Dorf, mit Rechts-Überholmöglichkeit, welche gesetzlich erlaubt und verfassungsmässig verboten würde.

Nicht zuletzt erhoffen sich die Bauern, dank höherer Preise für Swissness eine Umsatzsanierung.
Gut, man muss noch differenzieren, was schwach und stark verarbeitet genau bedeutet, ob das argentinische Rind im Bündnerfleisch zu achtzig oder sechzig Prozent Schweizer sein muss und wieviele Schweizer Führungskräfte nach China müssen, damit die kleinen Kinder das Armbrust-Logo für Swissness prägen und dennoch ruhig schlafen können

Aber, sobald die Sache geregelt ist, werden wir endlich feststellen, wieviel M-Budget, Prix-Garantie, Lidl und Aldi-Kunden nur darauf brannten, endlich die fünfzig Prozentige Preiserhöhung für Swissness hinzu blättern.

Um den sinnlosen Tag nicht noch in den Exzess zu treiben, schliesse ich diesen Artikel und sehe Yogi-Bär. the-memo

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Die Dukan-Diät, beinahe zu Ende; Ein seriöser Rückblick

Wir wollen ihn auch mal loben, den guten Dr. Dukan.
Vergangenen 6. März vor zwei Monaten stand ich des Abends in der Küche und tranchierte ein Huhn, respektive zwei. Zwei von den sechs, welche immer noch in meinem Gefrierer ruhen. Am Tag danach hatte ich mitunter eines der ekligsten Mittagessen meiner arbeitstechnischen Laufbahn. Der Gockel konnte sich zwischen pampig labrig und trocken faserig nicht unterscheiden und es war eine art staubtrockenes Gelee welches sich durch meinen Schlund kämpfte.
Und dies soll also meine Ernährung sein. Für die nächsten zwei Monate… Am Tag darauf versuchte ich Rindfleisch. Gewürzt mit guter Hoffnung und Pfeffer. Schmeckt wie es klingt.
Wieder einen Tag danach, wir schrieben schon den Mittwoch, wurde ich vom Pouletfachverkäufer über die schmierige Theke gezogen. Achtzehn Franken nochwas für ein kleines fettiges Huhn in einer Papiertüte.
Auf dem Schreibtisch sauber tranchiert, die Haut abgezogen, die Flügel ausgerissen, alle Würze abgekratzt, kurzum; Von der ganzen Pracht wanderten gut 60% in den Müll. Nicht weil es ungeniessbar gewesen wäre, nein, es roch sogar sehr lecker, aber Dr. Dukan duldet kein Fett.

Es war dann wohl der Donnerstag, an welchem ich die M-Budget Pouletstücke entdeckte. 750 Gramm fettfreies Fleisch für 9 Franken neunzig; Meine Diät schien doch Chancen zu haben. Am Dienstag kommende Woche konnte ich Poulet nicht mehr riechen. Da kam der Pfeffer ins Spiel. Die ersten drei Bissen tränen die Augen, danach sind die Geschmacksorgane betäubt, man füllt den Magen mit einer Masse.
Kurz darauf entdeckte ich den atlantischen Lachs. Undenkbar, einen Fisch ohne Paniermehl und Mayonnaise zu essen. Bisher. Den Hungertod vor Augen, wächst der Mensch über sich selbst hinaus.

Während noch trocken Thon aus der Dosche meine Abendgelüste vertrieb, entdeckte ich bald Magerquark für mich. Eine Prise Zimt und man hat schon beinahe ein Dessert. Es beschämt mich immernoch, dass es nicht meine Idee war, aber ein Kurzzeit-Dukanier zerrieb Assugrin und fabrizierte einen Zimtzucker, welcher dem echten schon ordentlich nahe kam.
Man wird kreativ und Dukans Rechnung geht auf. Man bestellt seine Aromen im Shop. Natürlich liefert der deutsche Shop nicht in die Schweiz, also müssen wir unsere Französischkenntnisse und die Kreditkarte bemühen.
Dukan lässt sich Zeit, aber er liefert.pierre-dukanSchokoaroma und die ekligen Konjak-Nudeln, ihr entsinnt euch.

Mittlerweile findet sich noch Nuss und Honigaroma in meiner Molekularküche.
Das Dukan-Kochbuch ist für’n Allerwertesten, das habe ich nach der zweiten Backpulver-Vergiftung entschieden.
Aber es brachte einem dazu, sich mit Nahrungsmitteln zu beschäftigen und liefert kochtechnische Anreize.

Die Dukan-Methode geht weiter auf, Fertignahrung übt keinen Reiz mehr auf mich aus, ich könnte in Wetten, dass… einen Migros-Nährwerttabellen Wettstreit für mich entscheiden und man ernährt sich bewusster.

Ich liebe Fisch und paniere ihn mit Haferkleie. Morgens streiche ich selbst entwickelte, fett- und zuckerfreie Nutella – Patentanmeldung läuft – auf mein selbst gebackenes Vollkornbrot, am Wochenende stelle ich die eigene Pasta her und wenn man mit Hüttenkäse und einer beschichteten Pfanne hantiert, kann man durchaus eine Art Carbonara herstellen.

Nun, ich will nicht sagen, dass die Ernährung das Alpha und Omega ist. Natürlich gelüstet es mich nach richtiger Schokolade, nach Erdnüsse, nach Alkohol und einer richtig öligen Bolognaise und ordentlich gesalzener Speise.
Aber die Umstellung, wieder zu essen ist gar nicht so einfach.
Seit gut drei Wochen dürfte ich ein erweitertes Sortiment an Nahrung zu mir nehmen, ich konnte mich noch nicht vollends durchringen. Eigentlich bin ich schon glücklich, dass Brot in festgelegter Menge wieder gestattet ist. Vierzig Gramm Käse auf getoastet Brot mit Bündnerfleisch; Es ist eine Offenbarung zum Frühstück, auf welche ich mich schon Abends um sechs freue.
Gestattet wäre eine Frucht am Tag, einmal Pasta die Woche, einmal Schlemmermahlzeit, tägliches Gemüse….
Nun, ich arbeite daran. Die Stabilisierungsphase, pro verlorenem Kilo 10 Tage, ist die schwerste. Man gewöhnt den Körper wieder an normale Nahrung, das schrittweise herantasten soll den Jojo-Effekt vermeiden. Ein Drahtseilakt. Man muss die Zügel etwas schleifen lassen – sonst geht das Konzept nicht auf – diese und jene Nahrung zulassen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Schliesslich ist man schon auf Entzug. Die Seele lechzt nach Naschereien und der Körper nach seinen verlorenen Reserven.

Nun, Dukan hat bis jetzt funktioniert, ich bin voller Vertrauen für die letzte Phase.

Fazit, die Dukan-Diät ist wirklich eine feine Sache. Und sie funktioniert.
Wohl wird Dukan verrissen, wo man hinhört. Sich nur von Protein zu ernähren, sei schlecht für die Nieren. Die Beschränkung auf 72 Lebensmittel wär zu einseitig, ungesund. Die geforderte Disziplin eine zu hohe Anforderung.
Man wird kaum eine Diät finden welche gesund ist. Doch gesünder als das Anfressen der Pfunde wird es wohl noch immer sein.
Dukan ist die einzige mir bekannte Diät, welche das Augenmerk so gezielt auf die Nährwerte richtet. Mit Kompromissen, klar – man hat definitiv Zucker und Vitaminmangel – aber da muss man durch. Aber durch die hohe Einnahme von Proteinen bleiben die Muskeln erhalten und dies scheint mir das Wichtigste.

Das grosse Plus in meinen Augen; kein Kalorien zählen. Es ist ein Märchen, dass man soviel essen kann wie man will – sind wir mal ehrlich, damit wirbt mittlerweile jede Diät -, da lügt Dukan wie alle anderen auch, aber man setzt sich keine Kalorienobergrenze, sondern beachtet einfach die Nährwerte. Etwas Hunger leiden gehört zu einer Diät, letztendlich ist es ja das Ziel, mehr auf den Körper zu hören. Ich kann nach wie vor dieselbe Menge an Nahrung vertilgen wie eh und je – testete ich bei einem Ausnahmeweekend in Davos und einer Schlemmermahlzeit – aber ich glaube mittlerweile unterscheiden zu können, ob wirklich der Körper Nahrung braucht, oder einfach der Geist Gelüste verspürt.

Nicht geeignet ist die Diät wohl für in Beziehung lebende Menschen. Das Soziale wird schon sehr strapaziert, stets ein eigenes Menü zuhause, im Restaurant isst das Gegenüber alleine, kein gemeinsamer Alkohol, kein Pop-Corn im Kino; Es ist kein Spaziergang, hüben wie drüben.
Und, wenn irgendwie möglich sollte man einen Wingman haben. Die gegenseitige Unterstützung ist unglaublich wichtig und jeder Durchhänger konnte so bewältigt werden. Das ganz Umfeld meint „Iss mal was… siehst ungesund aus… ach, einmal macht ja nichts… jetzt ist auch genug…“; Nett gemeint, aber nicht wirklich unterstützend. Hat man einen Leidensgenossen, welcher sagt „Finger weg von Schokolade! Strong enough! Da ist noch Butter auf dem Brötchen! Heute Training!“, ist dies von unschätzbarem Wert.
Danke PD! No homo 🙂

gewichtsverlauf

Wir erkennen, ca. ein Kilo pro Woche ist durchaus realistisch. Der Beginn der Woche war jeweils pendelnd, von Samstag auf Sonntag der grosse Sprung.
Unverkennbar das Wochenende vor dem 18. Februar in Davos, bis am 26. Februar weilte ich ohne Waage in den kalten Bergen, was mein Körper mit weiterem Gewichtsverlust zur Kenntnis nahm und am 1. März dann die erste Dukan-befohlene Schlemmer-Mahlzeit.

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Eine Woche mit dem Schaffhauser Intelligenzblatt

Ich blogge zuwenig, wurde mir zugetragen.
Meine Kreativität leidet im Moment etwas. Also bringe ich eine rudimentäre Presseschau.

Dienstag: Die SN geriet diese Woche etwas in Bedrängnis; Störte man sich in der Redaktion doch stets etwas am Minder, der Heydecker war schliesslich vorgeschlagener Kandidat und Sieger der Herzen, und nun ist eben dieser Minder dank dem erdrutschartigen Sieg mit der Abzockerinitiative in aller Munde.
Grundsätzlich wird schon ein Bezug zu Schaffhausen hergestellt, wenn ein C-Promi von einem Briefträger beliefert wird, dessen Oma jemanden kennt, welcher einen Verwandten in der Munotstadt hat. Da sind die regionalen Medien unzimperlich, unterm Strich ist eigentlich jeder irgendwie ein Schaffhauser.
Wie steht man jetzt zu diesem berühmten Sohn der Stadt, wenn man die übrigen 364 Tage kein gutes Haar an ihm lässt?
Man druckt ganz einfach die Schlagzeilen der umliegenden Faltblättchen.
Gar die Bild brillierte mit der gewohnten, peniblen Recherche und zitiert etwas von einem Tell, welcher einen Hut nicht abnehmen wollte… Frisch gewagt ist halb gewonnen.

So ganz nebenbei dürfen seit Dienstag Schwule und Lesben das Kind des eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partners adoptieren.
Nicht, dass ich etwas gegen Homosexuelle hätte, aber mein Vorschlag wäre; So ihr es schafft, bei euren abartigen Sexualpraktiken ein Kind zu zeugen, dürft ihr es behalten. Was darüber hinaus geht, sollte wohl das Kindswohl an erster Stelle stehen und ich möchte also nicht der Primarschüler sein, welcher von zwei Papas an den Schulbesuchstag eskortiert wird.

Der schon im Grundsatz nicht sehr hoch gewachsene Regierungsrat Ernst Landolt wurde von Rosmarie Widmer-Gysel auch noch in den Senkel gestellt. Stellvertretend für die gestrenge Dame teilte er den Medien mit, dass mitten im Regierungssparprogramm für fünf bis sechs Millionen neue Staatsstellen im Bereich Polizei und Staatsanwaltschaft geschaffen werden sollen. Macht Sinn; Spart der Bürger, schnallt er den Gürtel enger, spart der Staat, treibt er zusätzliches Geld ein und dies ist nun einmal die Kernkompetenz der Polizeigewalt.
Daraufhin die Frau Widmer-Gysel: „Diese Zahlen entbehren jeder Grundlage. Es ist ein Missgeschick, dass diese Zahlen geäussert wurden. Vergessen Sie sie.“
Verstanden, mache ich als folgsamer Bürger.
Aber ganz kurz frage ich mich noch, ob die Aussage nun frei erfunden war, oder ob das Missgeschick in der Veröffentlichung lag. Aber da ich nun zum vergessen aufgefordert wurde…

Zu guter Letzt noch an die Autofahrer; Ihr seid angehalten, eure Mitfahrer nach Blitzer-App’s zu durchsuchen, da ein Mitführen im Fahrzeug solcher technischer Spielereien nicht gestattet sei. Der Sicherheitseffekt eines Radarkastens ist einfach nicht derselbe, wenn die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Es ist notwendig, dass man geblitzt wird. Klingt komisch, ist aber so.

Mittwoch: Der Ständerat hat beschlossen den Kredit für den Gripen nicht freizugeben und in derselben Sitzung beschlossen, den Gripen zu kaufen.maurer-gripenNun steht der Ueli mit dem Flugzeug an der Kasse und die Eveline hat vergessen den Chrömli-Batzen mitzugeben.
Wir hingegen wollen nicht vergessen, dass wir den ganzen Kindergarten in der Hauptstadt finanzieren.

So wir bei quirligen Politiker sind; Dem Herren Rawyler laufen die Einwohner davon, dafür blickt er mit stolz auf die 26 Einwohner, welche schon 90 Sommer, und mehr, gesehen haben.
Zwischen dem Rückgang der Einwohner, dem Anteil von über 90-jährigen und dem Ausländeranteil von 38 Prozent werden nur bedingt parallelen gezogen.

Wie gut, dass die UNO ein Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwinden erarbeitet hat.
Das Übereinkommen verpflichtet die schon mehr als 90 Vertragsstaaten, jedes Verschwindenlassen ungeachtet der Umstände zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Verschwindengelassene Personen werden mit einer Freiheitsentzug… ja, ich habe den Faden auch verloren, beim Aufsetzen des Artikels scheinen dem Redakteur jedwelche orientierende Ergänzungen irgendwie verschwunden…

Donnerstag: Heuer wurden uns keine grossen Schmankerl geliefert, weswegen die SN den britischen Royals eine halbe Seite widmeten. Einerseits litt die Queen unter schrecklichem Durchfall – es gibt Dinge, die will man sich nicht vorstellen, danke trotzdem – des weiteren hörte eine Frau Cook ganz genau, wie sich die hübsche Kate mit den Worten „Danke, den nehm ich für meine T….“ bedankte, als Cooks Nachbarin der Duchness einen Teddy überreichte. Eine Tochter, jööööh.
Im Nachhinein war sich Cook wohl nicht mehr so sicher, auf den Filmaufnahmen konnte der Satz nach Gutdünken übersetzt werden, da man kein Wort verstand; Nichts desto trotz ging diese wichtige Schlagzeile um die Welt.

Neuhausen will, dem Verschwinden von Einwohnern und Abwandern von Gewerbe zum Trotz, auf dem Areal der Alusuisse, ein paar Hochhäuser – bis zu 80 Meter hoch – bauen. Wohnungen und Gewerberäume. Dies nenne ich Optimismus!
Ein Hauch Klischee bringt die alphornblasende Lisa Stoll in das Intelligenzblatt, welche einfach nur die Lisa vom Plomberg sein möchte und gerne mit ihrem Oldtimer-Traktor durch Wilchingen fährt.

Freitag: Schülerinnen aus Kleinklassen oder mit individuellen Lernzielen werden handwerklich gefördert und absolvieren das neunte Schuljahr mit intensiver Betreuung.
Tönt beeindruckend.
Früher war dies eine Auffangstation für Sonderschüler, welche im Arbeitsmarkt keinen Platz fanden. Fertig.
Des weiteren zelebrierte Radio Munot den Frauentag und wollte eine Diskussion über Gleichberechtigung vom Stapel lassen. Ganze vier Reaktionen haben sie erhalten; Meine wurde aus Versehen zweimal abgesetzt und der beängstigende Anti-Agressionstrainer Patrik Müller machte Werbung in eigener Sache.
Meines Ermessens; So man sich Gedanken machen kann, ob man einen Fussgängerstreifen noch als solchen betiteln darf, oder dies ein Fussgängerinnenstreifen sein soll und ob auf Verkehrsschildern die Darstellung von männlichen Personen dominierend ist, scheinen mir alle wichtigen Probleme im Rahmen der Gleichstellung behandelt und abgeschlossen zu sein.

In diesem Sinne, ich habe geschlossen.

Post scriptum: Die Frage der Woche; Fall KBA Hard, braucht es mehr Kostenkontrolle bei öffentlichen Bauvorhaben?
Nun, ich denke, wenn auf einer Baustelle 3.5 Millionen nicht budgetierte Franken verlocht werden können, bevor dies jemand registriert, braucht es wohl mehr als nur eine bessere Kostenkontrolle.

 

 

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Fail-Compilation February 2013 by Twister Nederland TNL

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