Bettelarm, aber gesund

Böse Raucher, arme gesunde Nichtraucher.

Der Test hat wohl ergeben, dass mein Suchtfaktor bei Null liegt, aber mit den Kreuzen am richtigen Platz, bezahlt mir die Krankenkassen 345 Franken für Pillen, welche mich vom Glimmstengel wegbringen.
Depressionen und Suizidgefahr als Nebenwirkung inklusive.
Ein perfider Plan? Je mehr Raucher über die Klinge springen…

Aber eigentlich will ich gar nicht aufhören, ich brauche die Kippen wegen meiner Depressionen und Suizidvisionen.

Die Wogen gehen hoch, weil die gesunden Schweizer nicht für meinen Entzug zahlen wollen. Irgendwie nachvollziehbar.
Aber eigentlich will ich auch kein Methadon-Programm unterstützen. Auch keine Burn-Out-Kuren, keine Grippekranken, keine HIV-Behandlung, keine Zeckenbisse… Eigentlich ist doch jeder irgendwo selber schuld, so er zum Kassenfall wird. Aber so funktioniert das Solidaritätsprinzip nunmal, was will man machen. Und letztendlich brauchen die Kassen einen Grund um Prämienerhöhungen zu rechtfertigen. Da bieten sich Raucher doch immer an.

Aber stelle man sich vor, dieser Entzug schlägt an und keiner raucht mehr? Nicht zuletzt dank der Unterstützung von ekligen Bildern auf der Schachtel und der Hetze gegen Raucher allgemein. Am Rande, wo bleiben die Bilder von adipösen Kindern auf Schokolade und Süsswaren?
Nun raucht also niemand mehr, wer bezahlt die 2,3 Milliarden, welche dem Staat an Tabaksteuern jährlich durch die Lappen gehen? So blauäugig kann man nicht sein, zu glauben, dass der Staat glücklich über die gesunden Bürger ist und den Batzen abschreibt.

Mit dem Benzinpreis machen sie es uns vor.
Über Jahre wurde gepredigt, das Auto stehen lassen, kleine Motoren zu kaufen, Sprit sparen.
Ups, bis 2016 fehlen 1.3 Milliarden in der Staatskasse. Schuld sind die Benzinsparer, die Einnahmen aus den Treibstoffzöllen gingen schneller zurück als erwartet.
Nun denn, so muss eben der Benzinpreis angepasst werden.
Nichts desto trotz, es geht ja nur um die Umwelt, werden wir angehalten noch weniger zu fahren, noch sparsamere Autos zu kaufen.
Wo soll dies enden?

Über RAB

Ein Schreiberling mit nüchternem Blick auf das Leben, beim Versuch, selbiges aus satirischer Sicht etwas angenehmer zu bewältigen.
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