Die Jungfreisinnigen beziehen Stellung

Es gehe nicht nur um Handwerker.

Mit Büezer ist nicht nur der Handwerker gemeint. Es geht um all jene, die hart und unermüdlich für ihren Franken arbeiten müssen, Chrampfer wie Sie und ich…

…bla-bla-bla

Der Herr Florian Hotz (Dr.oec und M.A. in Law) ist also ein Chrampfer wie Giovanni an der Schubkarre und Paco im Gemüsebeet.
Warum, frage ich den Herrn Doktor, versinnbildlichen die Herren der Jungfreisinnigen das Büezerbild denn nicht mit einer Computermaus, Excel-Tabelle oder Mitarbeiterstatistik?
Was ein Betriebsökonom den ganzen Tag treibt weiss ich nicht, aber ich denke mal, sie sehen die Mitarbeiter in etwa so.Sich mittels Werkzeug als Volk von getreuen Arbeitern darstellen haben nicht die Jungfreisinnigen erfunden. Es kommt einfach besser an.

Obwohl der Handwerker auf der untersten Stufe steht, ausserhalb des Wahlkampfs schon gar nicht wahrgenommen wird, scheut man nicht mit billiger Effekthascherei sich seines Handwerkzeugs zu bedienen. Sich anzubiedern. Und weil trotz allen Hohns und Verachtung für den Befehlsempfänger in Dreckhosen, der Dreizehner-Gabelschlüssel gegenüber des Füllfederhalters in Sachen aufrichtige Arbeit immer noch die Nase vorn hat.
Die 70-Stunden-Sesselpolierer strafen ihre harte Arbeit damit wohl selber lügen. Oder halten den Staubfresser einfach zu dämlich, die unglaublich wichtige Arbeit eines Schlipsträgers entsprechend zu würdigen.
Und quietscht beim Dr. lic.oec. bums. fideralala. die linke Rolle des lederbezogenen Bürostuhls, ruft man den Hausmeister herbei, er dies beheben möge.

Die E-Mail hat einen englischsprachigen Text in der Fusszeile, welcher mir wohl mitteilt, wie ich mit dem versandten Text zu verfahren habe.
Bedaure, bin nur ein dreckiger Arbeiter, sprich in meiner Sprache oder lass es. Daher ein weiterer Auszug.

Wenn Sie unsere Politik der vergangenen Jahre verfolgt haben, werden Sie sehen, dass wir uns nie davor gefürchtet haben, gegen den gleichgültigen selbstgefälligen Mainstream anzukämpfen. Auch dann, wenn wir dafür kritisiert und dann und wann von den vielen Cüplianlässen, wo sich die “Schaffhauser Elite” tummelt, wieder ausgeladen wurden. Es gibt in diesem Kanton zu viele Politiker, die solches nicht wagen, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und für sich selber sorgen, anstatt das zu machen, was dem Volk am meisten dient.

Herr Hotz, ich benutze das Wort Held beileibe äusserst selten. Aber Sie sind der grösste Held der amerikanischen schaffhauserischen Geschichte.

Klingt hübsch, in der Tat. Aber sehe ich die vielen tollen Werbeflyer durch, gefällt mir alles.

Weniger Vorschriften
Arbeitsplätze schaffen
Keine höheren Steuern
Schuldenbremse
Prämienverbilligen
Sicherer Arbeitsplatz
Freizeitangebote
Schlanke Verwaltung
Mehr Sicherheit

Die ÖBS lasse ich mal aussen vor, Frau Eichenberger sieht auf dem Titelbild so ungesund aus.

Aber ansonsten…Kann ich bitte nicht alle fünfhundertsiebzehn wählen?
Es sprechen mir alle aus der Seele und jeder Einzelne will mich nur mit den allerbesten Absichten regieren.
Woher weiss ich nun, ob der lic.jur./Rechtsanwalt oder der Dr.sc.nat., Chemielehrer/Prorektor ein Regent meines Willens ist? Oder gar einer der neunzehn Studenten der Alternativen Liste?
Wer versteht mich und meine Bedürfnisse?

Es ist nicht einfach. Vielleicht sollte man einfach die Befriedigung des Grundbedürfnisses – welches keine Partei aufführt – beim Streben nach einem politischen Amt nicht ausser Acht lassen.
Der Wunsch nach Macht, das Verlangen nach Anerkennung, der Drang sich zu profilieren und den Traum eines eigenen Denkmals.

Der Winter naht

Über RAB

Ein Schreiberling mit nüchternem Blick auf das Leben, beim Versuch, selbiges aus satirischer Sicht etwas angenehmer zu bewältigen.
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